Rezensent im Portrait
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Ein KlassikerRezension vom 17.01.2010Dieser Roman wurde vor allem deswegen bekannt, weil Virginia Woolf ihn mit der von ihr erfundenen Erzähltechnik, dem stream of consciousness, schrieb. Man hört es schon dem Namen dieser Technik an: Virginia Woolf bildet den Gedankengang eines Menschen nach, und zwar eben so wie er tagtäglich abläuft - angestoßen durch diverse Assoziationen, in keinstem Fall chronologisch geordnet, und ziemlich durcheinander. Beobachtet Euch mal eine Stunde lang selbst und Ihr wißt, was mit dem stream of consciousness gemeint ist. Es geht einem jedoch so viel und schnell durch den Kopf, so daß eine literarische Nachbildung unweigerlich kürzen muß und in einem Roman gerade mal ein Tag nachgestellt werden kann, will man diese Technik von Anfang bis Ende durchziehen. Und natürlich kann man in einem Roman nicht alles so ungeordnet aufeinander folgen lassen wie dies mit den Gedanken oft geschieht. Also keine Angst. Mrs Dalloway ist kein wüstes Durcheinander. Ganz im Gegenteil. Virginia Woolf schafft wunderbar fließende Übergänge.
Mrs Dalloways Gedanken und mit ihnen die Flashbacks geben uns einen Einblick in ihr junges aristokratisches Leben und in ihre Zweifel daran, ob es richtig war, ein ruhiges Leben an der Seite des Politikers Richard Dalloway zu wählen, anstatt ein abenteurliches und bewegtes Leben mit ihrem Langzeitverehrer Peter Walsh. In den wunderschönen Rückblenden beginnt Clarissa Dalloway regelrecht von den Möglichkeiten zu träumen, die sie als junge Frau hatte und überlegt wie anders doch ihr Leben hätte sein können. Und hier wird es auch für das lesbische Publikum interessant, denn die dritte im jugendlichen Trio neben Peter und Clarissa, Sally Seton, umschwärmt Clarissa in vielen romatischen Szenen und küßt sie sogar am Abend eines Balles. Clarissa genießt nicht nur Sallys Freundschaft, sondern auch sichtlich diesen einen Kuß, den die heutige Mrs Dalloway gleich zweimal herauf beschwört. Voller Melancholie denkt sie zurück an jene jungen Jahre.
Wer noch mehr Bücher im Stil des stream of consciousness lesen möchte, sollte unbedingt Virginia Woolfs To the Lighthouse lesen. -
Ein KlassikerRezension vom 17.01.2010Dieser Roman wurde vor allem deswegen bekannt, weil Virginia Woolf ihn mit der von ihr erfundenen Erzähltechnik, dem stream of consciousness, schrieb. Man hört es schon dem Namen dieser Technik an: Virginia Woolf bildet den Gedankengang eines Menschen nach, und zwar eben so wie er tagtäglich abläuft - angestoßen durch diverse Assoziationen, in keinstem Fall chronologisch geordnet, und ziemlich durcheinander. Beobachtet Euch mal eine Stunde lang selbst und Ihr wißt, was mit dem stream of consciousness gemeint ist. Es geht einem jedoch so viel und schnell durch den Kopf, so daß eine literarische Nachbildung unweigerlich kürzen muß und in einem Roman gerade mal ein Tag nachgestellt werden kann, will man diese Technik von Anfang bis Ende durchziehen. Und natürlich kann man in einem Roman nicht alles so ungeordnet aufeinander folgen lassen wie dies mit den Gedanken oft geschieht. Also keine Angst. Mrs Dalloway ist kein wüstes Durcheinander. Ganz im Gegenteil. Virginia Woolf schafft wunderbar fließende Übergänge.
Mrs Dalloways Gedanken und mit ihnen die Flashbacks geben uns einen Einblick in ihr junges aristokratisches Leben und in ihre Zweifel daran, ob es richtig war, ein ruhiges Leben an der Seite des Politikers Richard Dalloway zu wählen, anstatt ein abenteurliches und bewegtes Leben mit ihrem Langzeitverehrer Peter Walsh. In den wunderschönen Rückblenden beginnt Clarissa Dalloway regelrecht von den Möglichkeiten zu träumen, die sie als junge Frau hatte und überlegt wie anders doch ihr Leben hätte sein können. Und hier wird es auch für das lesbische Publikum interessant, denn die dritte im jugendlichen Trio neben Peter und Clarissa, Sally Seton, umschwärmt Clarissa in vielen romatischen Szenen und küßt sie sogar am Abend eines Balles. Clarissa genießt nicht nur Sallys Freundschaft, sondern auch sichtlich diesen einen Kuß, den die heutige Mrs Dalloway gleich zweimal herauf beschwört. Voller Melancholie denkt sie zurück an jene jungen Jahre.
Wer noch mehr Bücher im Stil des stream of consciousness lesen möchte, sollte unbedingt Virginia Woolfs To the Lighthouse lesen. -
Ein KlassikerRezension vom 17.01.2010Dieser Roman wurde vor allem deswegen bekannt, weil Virginia Woolf ihn mit der von ihr erfundenen Erzähltechnik, dem stream of consciousness, schrieb. Man hört es schon dem Namen dieser Technik an: Virginia Woolf bildet den Gedankengang eines Menschen nach, und zwar eben so wie er tagtäglich abläuft - angestoßen durch diverse Assoziationen, in keinstem Fall chronologisch geordnet, und ziemlich durcheinander. Beobachtet Euch mal eine Stunde lang selbst und Ihr wißt, was mit dem stream of consciousness gemeint ist. Es geht einem jedoch so viel und schnell durch den Kopf, so daß eine literarische Nachbildung unweigerlich kürzen muß und in einem Roman gerade mal ein Tag nachgestellt werden kann, will man diese Technik von Anfang bis Ende durchziehen. Und natürlich kann man in einem Roman nicht alles so ungeordnet aufeinander folgen lassen wie dies mit den Gedanken oft geschieht. Also keine Angst. Mrs Dalloway ist kein wüstes Durcheinander. Ganz im Gegenteil. Virginia Woolf schafft wunderbar fließende Übergänge.
Mrs Dalloways Gedanken und mit ihnen die Flashbacks geben uns einen Einblick in ihr junges aristokratisches Leben und in ihre Zweifel daran, ob es richtig war, ein ruhiges Leben an der Seite des Politikers Richard Dalloway zu wählen, anstatt ein abenteurliches und bewegtes Leben mit ihrem Langzeitverehrer Peter Walsh. In den wunderschönen Rückblenden beginnt Clarissa Dalloway regelrecht von den Möglichkeiten zu träumen, die sie als junge Frau hatte und überlegt wie anders doch ihr Leben hätte sein können. Und hier wird es auch für das lesbische Publikum interessant, denn die dritte im jugendlichen Trio neben Peter und Clarissa, Sally Seton, umschwärmt Clarissa in vielen romatischen Szenen und küßt sie sogar am Abend eines Balles. Clarissa genießt nicht nur Sallys Freundschaft, sondern auch sichtlich diesen einen Kuß, den die heutige Mrs Dalloway gleich zweimal herauf beschwört. Voller Melancholie denkt sie zurück an jene jungen Jahre.
Wer noch mehr Bücher im Stil des stream of consciousness lesen möchte, sollte unbedingt Virginia Woolfs To the Lighthouse lesen. -
Ein KlassikerRezension vom 17.01.2010Dieser Roman wurde vor allem deswegen bekannt, weil Virginia Woolf ihn mit der von ihr erfundenen Erzähltechnik, dem stream of consciousness, schrieb. Man hört es schon dem Namen dieser Technik an: Virginia Woolf bildet den Gedankengang eines Menschen nach, und zwar eben so wie er tagtäglich abläuft - angestoßen durch diverse Assoziationen, in keinstem Fall chronologisch geordnet, und ziemlich durcheinander. Beobachtet Euch mal eine Stunde lang selbst und Ihr wißt, was mit dem stream of consciousness gemeint ist. Es geht einem jedoch so viel und schnell durch den Kopf, so daß eine literarische Nachbildung unweigerlich kürzen muß und in einem Roman gerade mal ein Tag nachgestellt werden kann, will man diese Technik von Anfang bis Ende durchziehen. Und natürlich kann man in einem Roman nicht alles so ungeordnet aufeinander folgen lassen wie dies mit den Gedanken oft geschieht. Also keine Angst. Mrs Dalloway ist kein wüstes Durcheinander. Ganz im Gegenteil. Virginia Woolf schafft wunderbar fließende Übergänge.
Mrs Dalloways Gedanken und mit ihnen die Flashbacks geben uns einen Einblick in ihr junges aristokratisches Leben und in ihre Zweifel daran, ob es richtig war, ein ruhiges Leben an der Seite des Politikers Richard Dalloway zu wählen, anstatt ein abenteurliches und bewegtes Leben mit ihrem Langzeitverehrer Peter Walsh. In den wunderschönen Rückblenden beginnt Clarissa Dalloway regelrecht von den Möglichkeiten zu träumen, die sie als junge Frau hatte und überlegt wie anders doch ihr Leben hätte sein können. Und hier wird es auch für das lesbische Publikum interessant, denn die dritte im jugendlichen Trio neben Peter und Clarissa, Sally Seton, umschwärmt Clarissa in vielen romatischen Szenen und küßt sie sogar am Abend eines Balles. Clarissa genießt nicht nur Sallys Freundschaft, sondern auch sichtlich diesen einen Kuß, den die heutige Mrs Dalloway gleich zweimal herauf beschwört. Voller Melancholie denkt sie zurück an jene jungen Jahre.
Wer noch mehr Bücher im Stil des stream of consciousness lesen möchte, sollte unbedingt Virginia Woolfs To the Lighthouse lesen.










