Romeo und Julia. dtv-Taschenbücher,  Band 12481

Romeo und Julia. dtv-Taschenbücher, Band 12481

Zweisprachige Ausgabe

von William Shakespeare

Buch

Taschenbuch (294 Seiten)

13. Auflage

Sprache: Englisch, Deutsch

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Deutsch von Frank Günther

Mit einem Essay von Kurt Tetzeli



Romeo und Julia: die Namen stehen längst für einen Mythos, den Mythos der tragischen Leidenschaft. Die Geschichte hat unzählige Nachahmer gefunden, und der Aufruhr der Gefühle darin gehört heute, trivialisiert und ausschnittsweise, zum Repertoire nicht weniger Seifenopern: der tödliche Zwist zweier Familien; der Blitzschlag der unerlaubten Liebe zwischen den Kindern dieser Häuser; das Ungestüm und die Zärtlichkeit, mit denen sich beide dieser Liebe versichern; der Todesmut, mit dem Julia in den Plan einwilligt, sich als Scheintote »entführen« zu lassen, um damit einer anderweitigen Vermählung zu entgehen und Romeo nachzufolgen. Und dann natürlich die tragischste aller Szenen, der Liebestod: Romeo, durch einen fatalen Zufall nur unzureichend über den Plan informiert, glaubt Julia tot und vergiftet sich in ihrer Gruft; Julia erwacht und ersticht sich mit Romeos Dolch.


Das alles scheint eher romantisch als elisabethanisch, und durch die gewohnte Brille des 19. Jahrhunderts (als das Stück als Tragödie zum großen Erfolg wurde, während man es im 18. ohne Bedenken auch mal glücklich enden ließ) sehen wir heute noch jene »große Liebe«, die von der »Gesellschaft« nicht gewollt wird. Shakespeare aber erfand zu seiner Zeit mit ›Romeo und Julia‹ etwas völlig Unbekanntes: die erste englische Liebestragödie.

Produktdetails

ISBN-10: 3-423-12481-4
EAN: 9783423124812
Erschienen: 01.04.1998
Verlag: dtv
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Englisch, Deutsch
Auflage: 13. Auflage
Seitenzahl: 294
Gewicht: 257 g
Übersetzer: Frank Günther
Reihe: dtv-Taschenbücher
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William Shakespeare

William Shakespeare (1564-1616) gilt als einer der größten Dichter und Dramatiker der Weltgeschichte. Er verfasste zahlreiche Dramen, Tragödien, Komödien und Gedichte, mit denen er schon zu Lebzeiten Anerkennung und Wohlstand errang. Aber erst in den folgenden Jahrhunderten wurde er zum Prototypen des literarischen Genies, ohne den die Entwicklung der neueren Literatur von Goethe über Brecht bis in die Gegenwart hinein undenkbar ist.

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    von Polar, am 08.09.2007

    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Es gibt Leute, die behaupten der eigentliche Star dieses Stücks sei der Balkon, auf den Julia steht, während Romeo sie von unten anhimmelt. Doch haben so viele Feinheiten aus Romeo und Julia Spuren in der Literatur auf den Bühnen hinterlassen, daß es nicht einem Architekten zu verdanken ist, daß Shakespeare uns eine Geschichte hinterlassen hat, deren Grundzüge jeder kennt, Theatergänger verklärte Augen bekommen, wenn der Name Romeo oder Julia fällt. Die Liebe, immer wieder die Liebe. Unerschütterlich bis in den Tod, und doch verraten, ohne Happy End. Shakespeare war ein großer Autor. Er findet uns nicht mit einem glücklichen Ende ab. Inmitten von all den Capulets und Montagues kann es das auch nicht geben. Shakespeare zeichnet nicht nur eine Liebesgeschichte. Er zeigt auch die Auswirkung von Haß und Gewalt. Er beschreitet die Wege des Verrats und Mißtrauens und fängt mit seiner Geschichte gleichsam wie in einem Netz, das menschliche Scheitern ein. Wer will nicht an die Liebe glauben, stehe auch die ganze Welt gegen sie? Wer sie nicht verteidigen? Wer nicht mit ihr untergehen? Und so wird die Geschichte von Romeo und Julia Bestand haben, solange es Menschen gibt.

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