Agnes

Agnes

Roman. Ausgezeichnet mit dem Rauriser Literaturpreis 1999

von Peter Stamm

Buch

Taschenbuch (153 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Im überheizten Lesesaal der Public Library in Chicago wechseln sie die ersten Blicke, bei einem Kaffee die ersten Worte. Eines Tages fordert Agnes ihn auf, ein Porträt über sie zu schreiben, sie will wissen, was er von ihr hält. Schnell zeigt sich, dass Bilder und Wirklichkeit sich nicht entsprechen – und dass die Phantasie immer mehr Macht über ihre Liebesbeziehung erhält.

Produktdetails

Verkaufsrang: 7.840
ISBN-10: 3-596-17912-2
EAN: 9783596179121
Erschienen: 23.02.2012
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 153
Gewicht: 165 g
Reihe: Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe
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Peter Stamm

Peter Stamm, geboren 1963, studierte nach einer kaufmännischen Lehre einige Semester Anglistik, Psychologie, Psychopathologie und Wirtschaftsinformatik. Längere Aufenthalte in Paris, New York und Skandinavien. Seit 1990 freier Autor und Journalist. Verfasste mehrere Hörspiele, ein Theaterstück und arbeitet seit 1997 als Redakteur für die Literaturzeitschrift "Entwürfe für Literatur". Peter Stamm lebt heute in Zürich.

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Kundenrezensionen

  • unsentimental und wunderschön Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von K. Wittig, am 10.06.2010

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    Peter Stamm beschreibt in seinem nüchternen und sachlichen Stil sehr einfühlsam das Scheitern einer Liebe. Durch falsch interpretiertes Verhalten der geliebten Person entsteht ein nicht wieder gutzumachendes Unglück.

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  • Die traurige Liebesgeschichte Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von J.G., am 25.03.2010

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    Agnes ist eine andere Art Liebesgeschichte, eine traurige Liebesgeschichte. Der Ich-Erzähler und Agnes treffen sich in einer öffentlichen Bibliothek in Chicago und lernen sich kennen. Agnes bringt den Ich –Erzähler dazu, dass er ihre gemeinsame Geschichte aufschreibt. Folglich wird die Geschichte doppelt erzählt, so wie sie wirklich gewesen ist und so wie sie in der fiktiven Geschichte war und die somit vermischen sich die Realitätsebenen. Im Wendepunkt des Romans wird Agnes schwanger und verliert das Kind. Die Auseinandersetzung des Ich-Erzählers mit der Situation ist dabei sehr interessant. Am Ende handelt Agnes nach der fiktiven Geschichte.

    Der Stil des Romans wird durch kurze Sätze dominiert, sehr klar und schnörkellos. Auch wenn man am Anfang das Ende des Buches kennt, hat es Peter Stamm trotzdem geschafft die Spannung zu halten. Der Roman strahlt keinerlei Wärme aus und hat von Anfang an etwas Unheil verkündendes. Trotzdem zieht es einen in den Bann…

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  • "Ein erzählerisches Kunstwerk!" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Romina Terborg, am 04.10.2009

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    Der, mit einem Literaturpreis ausgezeichnete Debütroman von Peter Stamm „Agnes“ ist eine moderne Geschichte über die Liebe und die Macht der Literatur und richtet sich an Leser, die bereit sind, sich von der konventionellen amerikanischen Liebesgeschichte zu lösen und eine erzählerische Kunst zu erfahren, die durch ihre sensible Einfachheit überzeugt.
    In einem überheizten Lesesaal der öffentlichen Bibliothek von Chicago treffen sie sich zum ersten Mal. Er,ein Schweizer, der über amerikanische Luxuseisenbahnen recherchiert- sie, eine amerikanische Physikstudentin. Nach einer zaghaften Annäherung folgen gemeinsame Ausflüge und Aktivitäten; sie beschließen zusammenzuziehen. Das Glück scheint perfekt.
    Eines Tages beginnt er auf Agnes Bitte hin, ihr gemeinsames Leben zu porträtieren, holt mit der biografischen Geschichte die Gegenwart ein und überholt sie. Der prickelnde Reiz, das wahre Leben dem fiktiven anzupassen, vergeht und die Geschichte entwickelt ihren eigenen Sog. Der Autor genießt die Macht über seine Erfindungen, Agnes versucht ihnen zu entsprechen.
    Als im realen Leben ein Ereignis eintritt, das von der Geschichte so nicht vorgesehen wurde, kommt es zu einer Wendung im Leben der beiden.
    Auch das Ende der Erzählung passt sich der Rundung der Handlung an und ist geradezu untypisch amerikanisch. Es ist ein Ende, dass den Leser nachdenklich zurücklässt und eine fassungslose Stimmung erzeugt.
    Peter Stamms Markenzeichen ist sein einfacher Stil und die distanzierte Erzählweise. Durch diese beiden Hilfsmittel ist es ihm vergönnt, Geschichten so wie diese, wie ein impressionistisches Gemälde mit vielen verschiedenen Facetten an die Wand zu malen. Dabei enthält das Kunstwerk trotz seiner Klarheit bemerkenswert viel Freiraum zur Interpretation.
    Dieses Buch ist absolut lesenswert und eine tolle Lektüre für stille Wochenendstunden!

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  • Phantasie und Macht einer Liebesbeziehung Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Mirjana Mitteregger, am 28.05.2009

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    Die Geschichte ist sehr liebevoll geschrieben. Im Lesesaal wurden ersten Blicke gewechselt, bei einem Kaffee die ersten Worte und dann zeigt sich schnell dass Bilder und Wirklichkeit sich nicht entsprechen. Ob das Erfahrung, Glück oder Unglück war wird man erst aus der Distanz sehen.
    Ein sehr schönes und empfehlenswertes Buch.

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