Bluttaufe. Goldmanns Taschenbücher, Band 47072

Thriller. Originalausgabe

von Michael Koglin

Buch

Taschenbuch (378 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Ein nervenzerreißender deutscher Psychothriller


Eine zerstückelte weibliche Leiche wird in einem kleinen Waldstück in der Nähe Lüneburgs gefunden. Der Fall wird an den Hamburger Kommissar Peer Mangold übergeben. Den erinnert die Tat an den amerikanischen Serienkiller Ted Bundy. Kopiert der Mörder ein berüchtigtes Vorbild? Um diese Frage zu klären, erhält Mangold Unterstützung von der Profilerin Kaja Winterstein. Dann meldet sich der Täter überraschend bei der Mordkommission. Er scheint die Polizei zu einem makabren Wettkampf herauszufordern. Es gibt Hinweise darauf, dass es sich bei dem Täter um einen sogenannten Savant handelt, einen Inselbegabten mit einem außergewöhnlichen Gehirn. Will er seine geistigen Kräfte messen, oder geht es ihm um ein einzelnes Mitglied der Mordkommission?


Ein perverses Katz-und-Maus-Spiel zwischen Täter, Polizei und Profilerin.


Produktdetails

ISBN-10: 3-442-47072-2
EAN: 9783442470723
Erschienen: 08.03.2010
Verlag: Goldmann Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 378
Gewicht: 325 g
Reihe: Goldmanns Taschenbücher
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Michael Koglin

Michael Koglin, Autor und Geschichtenerzähler, 1955 geboren, studierte Politische Wissenschaften und verdiente während des Studiums und auch danach sein Geld als Arbeiter im Hamburger Hafen, Kaffeeröster, Sekretär und als Hilfsgärtner in einem Zen-Kloster. Seit 1982 ist er freier Journalist u.a. für Mare, NDR, Stern und Die Zeit und veröffentlicht Sachbücher, Theaterstücke und Drehbücher. Den Schwerpunkt seiner Arbeit bilden seine Publikationen als Kriminalschriftsteller. Mehrfach wurde er mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Der Autor lebt in Hamburg und ist Mitglied der Autorenvereinigung "Das Syndikat".

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Kundenrezensionen

  • Verstrickt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Doris Krischer, am 27.08.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Morde, bestialisch, grausam - ein Täter, der berühmt berüchtigte amerikanische Serienkiller nachahmt. Welch neue Idee!
    Vor einer Woche bei Osborn "Töte mich" ebenso wenig genossen. Wenigstens die erwählten Vorbilder sind andere.
    Die ausführliche Schilderung des Tathergangs opfert die Opfer nochmals dem blutrünstigen Leser. Immerhin, dafür gibt es einen Markt.
    So tröpfelt und spritzt die Story so vor sich hin, mit einem Ermittlerteam, das durch Unglaubliches überrascht.
    Kommissar Mangold erscheint am Tatort mit einem Journalisten, zunächst ohne den Segen seiner Vorgesetzten. Das ist eine neue launige Idee, die einem Mangold leider nicht näher bringt. Sein Kollege Tannen jobt nachts nebenbei als Türsteher in einer Disco, weil seine superschicke Freundin es so will. In diesem Polizeikommissariat regiert ein von privaten Befindlichkeiten dominiertes Chaos, unangetatstet von Vorschriten. In Deutschland, wirklich erstaunlich!
    Der dritte im Bunde ist Weitz, unsympatisch, schnoddrig, unsensibel, aber mit Biss. Wenigsten eine Figur mit klaren Konturen.
    Ich will es nicht unerwähnt lassen, ein Klischee gesellt sich noch dazu - Kaja Winterstein, eigentlich von Winterstein, die hinzugezogene Psychologin, der Engel, das Lamm.
    Nachdem ich, nur von ironischem Interesse getrieben, mehr als die Hälfte des Buches gelesen hatte, passiert das Unerwartete.
    Die Geschichte bekommt Spannung. Der platte Plott bekommt mit dem Inselbegabten Peter etwas Farbe und Besonderes. Von diesem Lichtblick getragen, kommt man mühelos zu dem nicht überraschenden Höhepunkt am Ende.

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  • Blut, blutiger am blutigsten! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Tina Lehmann-Klein, am 06.06.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Eigentlich bin ich bei deutschen Thrillern immer skeptisch, aber dieser hat mich voll überzeugt.
    Ein super Team aus Kommissar und Reporter, die weder irgendwelche Traumata haben, noch depressiv sind!
    Der Fall dreht sich um einen Mörder, welcher berühmte Serienkiller kopiert. Aber jemand spielt falsch in den eigenen Reihen.

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  • Nichts für schwache Nerven! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Kristin Brelage, am 20.11.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Eine verstümmelte Leiche, ein Serienkiller mit ausergewöhnlichen Fähigkeiten und einem Joker, bei dem die Polizei nie weiß auf wessen Seite dieser Spielt.
    Dieser Thriller ist nichts für schwache Nerven. Für alle Fans von der Blutlinie ein Muss!

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  • Konstruiert Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 17.09.2010

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    Man nehme brutale Morde, eine Psychologin, einen Ermittler mit privaten Problemen und noch dazu einen Savant mit außergewöhnlichen Fähigkeiten als gestörten Mörder, der auch noch andere Serienmörder kopiert. Das Ergebnis dieser Zutaten ist aber bestenfalls durchschnittlich. Die handelnden Personen im Buch bleiben allesamt völlig blass. Die Geschichte selbst und auch die Auflösung wirken absolut überfrachtet, konstruiert und logisch kaum nachvollziehbar.Weniger wäre hier mehr gewesen!

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  • Spannend... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Heike Schiffner, am 02.09.2010

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    Ein spannender Psychothriller mit Kommissar Peer Mangold als Ermittler.
    Er jagt einen Mörder, welcher andere Serienkiller kopiert. Mangold zieht die Profilerin Katja Winterstein hinzu und schließlich geraten sie und ihre Tochter auch ins Visir des Mörders. Ein toller Thriller von einem dunklen Autoren.

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  • Nichts für schwache Nerven Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sylvia Holtschke, am 20.07.2010

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    Ein Serienkiller geht um. Noch dazu ein Savant. Hochbegabt und ohne Gnade. Es beginnt ein perverses Katz-und-Maus-Spiel.
    zwischen Täter, Polizei und Profilerin.
    Nervenzerreissend und Gänsehaut pur.

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»Auch ist das vielleicht nicht eigentlich Liebe, wenn ich sage, daß Du mir das Liebste bist; Liebe ist, daß Du mir das Messer bist, mit dem ich in mir wühle.«
Franz Kafka
Niemand war zu sehen. Sie beschleunigte ihre Schritte, schaute sich noch einmal um. Nichts. Der Weg hinter ihr lag im matten Licht einer Laterne. Kein Geräusch mehr zu hören.
Dieser eine Tag vor ein paar Wochen hatte sie verändert.
Begonnen hatte es mit dem Vorfall. So etwas geschah, kam alle Tage vor, nur ihr war es eben zum ersten Mal passiert. Nein, sie hatte nichts Böses getan, sich nicht schuldig gemacht, sie würde dafür nicht bestraft werden können.
Sie musste es nur loswerden. Und dann würde sie es vergessen. So wie man das Rauchen vergaß, wenn man nur ein paar Wochen durchhielt. Eines Tages würde sie aufwachen und nicht mehr daran denken.
Das Knacken eines Astes gleich neben ihr. Sie blieb stehen, lauschte. Nein, sie hätte besser nicht die Abkürzung durch das kleine Wäldchen nehmen sollen. Doch so war sie eine Viertelstunde früher zu Hause. Gesparte Zeit, die sie mit einem Bad verbringen wollte. Den ganzen Ärger aus dem Büro einweichen und dann abduschen. Dieses »die Verkaufszahlen wollte ich doch schon gestern«, »wann gehen Sie meine Ablage durch« und auch diese Schlampe von Volontärin, die dem Chef mit ihren 18 Jahren schöne Augen machte. Und dieser Idiot lächelte auch noch zurück, während sich auf ihrem Schreibtisch die Arbeit stapelte.
Alles abduschen, durch den Abfluss und weg damit. Weg auch mit dem »Vorfall«.
Die Frau mit dem Kinderwagen hätte doch an der roten Ampel stehen bleiben können. Diese Mütter hatten Zeit, schoben Kinderwagen durch den sonnigen Nachmittag und hatten Zeit. Mit einem Kind im Kinderwagen lief man nicht einfach so über die Straße, wenn die Ampel rot war.
Niemand hatte dieser Frau gesagt, dass sie es ihr nachmachen sollte. Dann das Quietschen der Bremsen und ein dumpfer Aufschlag. Stille, dann das Schreien der Mutter. Sie war weitergegangen. Ohne sich umzudrehen. Fluchtreflex nennt man das. Das lag im Menschen drin, tief verborgen. In jedem Menschen.
Sie zuckte zusammen. Etwas schlich in der Nähe durchs Unterholz. Sie beschleunigte den Schritt. Trippelte zunächst, begann zu laufen. Hörte hinter sich ein Keuchen, verlor einen Schuh, stolperte, fiel.
Dann sah sie ihn über sich. Er war nicht vermummt. Blickte sie an, schüttelte tadelnd den Kopf und kniete sich neben sie. Er griff in das Innere seiner Jacke und zog etwas heraus. Sie schloss die Augen, als könnte sie das, was da gerade mit ihr geschah, aussperren. Dann sah sie die Klinge. »Oh, nein«, sagte sie, »bitte nicht.«


Peer Mangold duckte sich unter den Ast und folgte dem Streifenpolizisten. »Hier entlang«, sagte der junge Beamte und führte ihn durch das kleine Wäldchen. Überall verstreut lag Toilettenpapier auf dem Boden, daneben leere Hüllen von Papiertaschentüchern, ein Stück Stoff, Pappbecher, Zeitungsreste.
»Nur vier Kilometer weiter ist eine Raststätte«, sagte der Uniformierte kopfschüttelnd und strebte weiter auf eine Lichtung zu.
Es war neun Uhr morgens. Die einstündige Autofahrt hatte Mangold nicht gerade munter gemacht. Hensen, der ein paar Meter hinter ihm war, hatte unterwegs ein Schläfchen gehalten. War es wirklich eine gute Idee gewesen, den Journalisten mitzunehmen? Zumindest hatte es den nicht sonderlich gewundert, als er ihn in der Früh angerufen und um seine Mithilfe gebeten hatte.
»Scheiße«, sagte Hensen hinter ihm. Er stieß seinen Schuh in ein Grasbüschel, doch die Schlieren ließen sich nur mit erneutem Hin- und Herscheuern entfernen.
»Wieso holen sie dich extra aus Hamburg? Zu einem Tatort in Niedersachsen?«, hatte er gefragt.
»Da vorn ist es«, sagte der junge Polizist. Mangold meinte in seinen Gesichtszügen Erleichterung darüber zu sehen, dass er wieder zurück zum Parkplatz durfte.
»Sieht aus wie bei den Pfadfindern«, sagte Hensen und deutete auf die beiden weißen Zelte, die man über dem eigentlichen Tatort errichtet hatte. Gleißendes Licht drang durch die Planen.
»Das wird von der Spurensicherung so aufgebaut«, erläuterte Mangold. »Tatorte unter freiem Himmel sind immer schwierig. Regen und Wind vernichten die Spuren.«
Er nahm Hensen zum ersten Mal mit zu einem Tatort. Darüber reden ist das eine, sich die Sauerei anzusehen - nun ja. Tote hatte Hensen schon eine Menge zu Gesicht bekommen. Schließlich war er als Kriegsreporter im Kosovo und in Darfur gewesen. Er hatte es bei einem ihrer Gespräche am Rande erwähnt und heruntergespielt. Mangold hatte nicht weiter nachgebohrt.
»Gibt's nicht so etwas wie Ländergrenzen, Zuständigkeiten und den ganzen Scheiß? Warum fischt ein Hamburger Kommissar in niedersächsischen Gewässern?«
»Keine Ahnung«, sagte Mangold. »Ich weiß nur, dass mein Chef mich hierhergeschickt hat. Und der macht so was bestimmt nicht grundlos. Schon gar nicht morgens um sechs.«
»Oh, heilige Hierarchien der Innenbehörde, mit Sicherheit nicht. Welcher Chef?«
»Ganz oben.«
»El Presidente?«
Mangold nickte und sagte:
»Du hättest im Bett bleiben können.«
Hensen brummte eine unverständliche Antwort und drückte eine mannshohe Tanne zur Seite.
Ein Fotograf feuerte seinen Blitz auf die nähere Umgebung ab. Kriminaltechniker in weißen Overalls knieten neben dem Zelt und suchten mithilfe ihrer Lampen und Pinzetten den Boden ab. Ein hagerer Mann, der die Kapuze so zugezogen hatte, dass nur Nase, Augen und Mund zu sehen waren, hielt eine beleuchtete Lupe auf die Grasnarbe.
Auf dem Zeltstoff zeichnete sich ein Schatten ab, dann schlug ein schnurrbärtiger Mann die Eingangsplane beiseite. Um seine gedrungene Figur schlackerte ein viel zu großer Anorak. Das dünne Haar war mit Gel in Form gebracht, der Hemdkragen war fleckig. Er bemerkte Mangold und Hensen und stapfte in weißen Gummistiefeln, die mit einem durchsichtigen, bläulichen Überzug umwickelt waren, auf die beiden zu.
»Sind Sie Mangold? Der Hamburger Kommissar? Ich bin Klanke, Hauptkommissar Klanke.«
Mangold schüttelte die ausgestreckte Hand und deutete auf Hensen.
»Das ist Jan Hensen, ist so eine Art Berater.«
»Berater? Können wir gebrauchen, dringend sogar«, sagte Klanke. »Verfluchte Sauerei, so was.« Er blieb stehen und blickte Mangold an. »Und glauben Sie nicht, ich übertreibe. Ist nicht die Zeit zum Übertreiben. Herrgott, bin ich froh, dass ich noch nicht gefrühstückt habe!«

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