Das Versprechen. dtv-Taschenbücher,  Band 1390

Das Versprechen. dtv-Taschenbücher, Band 1390

Requiem auf den Kriminalroman

von Friedrich Dürrenmatt

Buch

Taschenbuch (154 Seiten)

33. Auflage

Sprache: Deutsch

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Eigentlich sollte sich Kommissar Matthai, der auf der Höhe seiner Karriere angelangt ist, zum Flug nach Jordanien fertigmachen, um dort ein ehrenvolles Amt zu übernehmen. Da erreicht ihn ein Anruf aus Mägendorf, einem kleinen Ort bei Zürich. Ein ihm unbekannter Hausierer teilt ihm mit, er habe im Wald die Leiche eines grausam verstümmelten Mädchens gefunden. Obwohl Matthais Abflug kurz bevor steht, fährt er nach Mägendorf und verspricht den Eltern des Kindes nicht zu rasten, bis er den Täter entlarvt hat.

Produktdetails

Verkaufsrang: 2.543
ISBN-10: 3-423-01390-7
EAN: 9783423013901
Erschienen: 01.10.1978
Verlag: dtv
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 33. Auflage
Seitenzahl: 154
Gewicht: 173 g
Reihe: dtv-Taschenbücher
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Kundenrezensionen

  • Jagd auf den "Zauberer" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Luna Thalmann, am 27.04.2012

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    Wer Dürrenmatt noch aus Schulzeiten kennt, wird vielleicht auf Grund des Abschreckungsfaktors einiger Lehrer nichts mehr mit diesem Autor zu tun haben wollen. Das wäre jedoch schade, denn dann müsste man auf dieses herausragende Buch verzichten.

    Kommissar Matthai möchte beruflich kürzer treten und ein entsprechendes Amt in Jordanien annehmen. Doch kurz vor seinem Abflug wird die Leiche eines missbrauchten Mädchens gefunden. Matthai hat den Auftrag, die Eltern über den Tod ihres Kindes in Kenntnis zu setzen. Der Anblick der Verzweiflung der beiden lässt ihn seine Professionalität kurz vergessen. Er versprich ihnen, den Mörder zu finden. Als die Ermittlungen jedoch keine Ergebnisse liefern, findet Matthai keine Ruhe mehr. Seine Suche nach dem Täter wird bald zur Besessenheit . Fast wahnsinnig vor Verzweiflung erkauft er sich eine Scheinfamilie und setzt seine Adoptivtochter als Köder ein. Ein gefährliches und riskantes Unterfangen.

    „Das Versprechen“ ist eines der wohl beeindrucktesten Werke Dürrenmatts. Selten geht einem ein Charakter so nah wie der des einst so erfolgreichen Kommissars Matthai. Man leidet, verzweifelt, und verändert sich mit ihm. Dürrenmatt lässt seinen Protagonisten von einem angesehenen Gesetzeshüter zu einem moralisch haltlosen Menschen werden. Auch seine ehemaligen Kollegen scheinen keine Achtung mehr für ihn aufbringen zu können. Es ist die Geschichte eines tragischen Einzelschicksals die sich über alle Kriminalregeln hinwegsetzt.

    Dieses Buch ist die Grundlage des Filmes „Es geschah am helligten Tag“ aus dem Jahr 1958. Darin übernimmt Heinz Rühmann die Rolle des Matthai. Dürrenmatt beschrieb ihn jedoch als „zu bürgerlich“ und „nicht besessen genug“ für die Rolle. Auch das Ende ist ein ganz anderes als im Buch. Die Inhalte wurden abgeschwächt und an die Erwartungshaltung des Publikums angepasst. Dennoch entstand eine sehenswerte Verfilmung mit Star-Besetzung auch in den Nebenrollen (z.B. Gert Fröbe als „Zauberer“). Wer den Film bereits gesehen hat, sollte auf Grund des komplett anderen Verlaufs der Geschichte im Buch nicht vor der Lektüre zurückschrecken. Unheimlich lesenwert!

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  • Fesselnd Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 03.12.2008

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Immer wieder lese ich diese Buch mit Freude. Es ist sehr anschaulich geschrieben, sehr mitreissend und spannend. Der dadurch entstehende eigene Film ist durch nichts zu übertreffen.

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  • Sehr packender Krimi Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Simeon Hilty, am 21.04.2008

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein sehr spannender Krimi von Friedrich Dürrenmatt. Wie Dürrenmatt über das Thema Sexaulverbrechen und "mobbing" schreibt ist einmalig gut. Sehr lesenswert.

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  • Wenn Verbrechensbekämpfung zu persönlich wird Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Mario Pf., am 15.03.2008

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    Bereits 1958 als "Es geschah am helllichten Tag" und seitdem mehrfach verfilmt, war das Versprechen ursprünglich als Auftragsarbeit Friedrich Dürrenmatts geplant, die Sexualverbrechen an Kindern anprangern sollte, doch wurde das Buch bald zum Drehbuch umgearbeitet und wird nebenbei bis heute noch als Pflichtlektüre zum Thema an einigen Schulen durchgenommen.

    Dabei beginnt alles mit der Diskussion zwischen einem Kriminalromanautor und dem ehemaligen Chef der Züricher Kantonspolizei Dr. H, der ihm beim Halt an einer Tankstelle, einen nach Schnaps stinkenden Tankwart als seinen einst fähigsten Kommissar Matthäi vorstellt, der eine glänzende Karriere vor sich hatte und sogar Hs Nachfolger hätte werden können. Es war am Höhepunkt seiner Karriere, kurz vor einer Dienstreise nach Amman, als er in Abwesenheit Hs einen Fall um ein ermordetes Mädchen in Mägendorf annehmen musste. Es scheint ein Sexualverbrechen gewesen zu sein, in dessen Folge das Mädchen mit einer Rasierklinge ermordet wurde. Matthäi verspricht den Eltern bei seiner Seligkeit den Mörder zu finden und auch wenn der bereits wegen eines einschlägigen Delikts vorbestrafte Hausierer von Gunten zumindest für die Dorfbewohner der Hauptverdächtige ist, so ist sich Matthäi da nicht allzu sicher...

    Und die Moral von der Geschicht, gib niemals ein Versprechen das du nicht halten kannst. Denn wie man am Beispiel Kommissar Matthäis erkennen muss, kann man sich selbst dann noch zur Erfüllung dessen verpflichtet fühlen, wenn selbst jene Personen denen gegenüber man es geleistet hat, längst das Interesse an selbigen verloren haben, weil sie es vielleicht wie im vorliegenden Fall bereits als erfüllt betrachten. Das Versprechen gerät zum bedrückten Todesstoss für Matthäis Karriere, der schlussendlich beginnt sein gesamtes Leben auf diesen einen Fall auszurichten, nur um sein Versprechen zu erfüllen, das dann schon längst zu seinem Lebensinhalt geworden ist. Friedrich Dürrenmatt führt den Leser in diesem Zusammenhang in eine moralische Zwickmühle, wenn ein rechtschaffener Mensch es mit seiner Prinzipientreue auch übertreiben kann, selbst wenn er damit richtig liegt, so ruiniert er sich doch sein Leben ohne das versprochene Ziel zu erreichen.

    Das Thema Kindesmissbrauch und Pädophilie mag vielleicht etwas zu kurz kommen, doch es dient schließlich als Auslöser für das titelgebende Ereignis, das auch als Konsequenz des gesellschaftlichen Drangs möglichst schnell einen potentiellen Täter zu finden und diesen seiner Strafe zuzuführen gesehen werden kann. Man kann sagen, mit Kommissar Matthäi hat Dürrenmatt vielleicht seinen prinzipientreuesten und letztlich tragischsten Charakter geschaffen, der von seinem Streben nach Gerechtigkeit am Ende ruiniert wird. Der Plot selbst, sollte man sich nicht noch aus Schulzeiten an ihn erinnern können ist gelinde gesagt vorhersehbar, da sein Ende durch den Autor bereits auf den ersten Seiten zum Teil verraten wird, doch das wirklich spannend zu lesende ist ohnehin nicht die Auflösung des Falls, sondern die Entwicklungen des Protagonisten zu jenem Mann der er am Anfang der Erzählung als gebrochener Mann ist.

    Fazit:
    Sehr melancholisch und bestechend konsequent.

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  • Spannend! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Peter Röben, am 27.05.2007

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    Spannende Geschichte in Dürrenmatts unnacharmlichen Stil - ein echter page-turner!

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  • Spannend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Maja, am 23.02.2007

    1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dies ist das erste Buch von Friedrich Dürrenmatt, welches ich quasi gezwungener Maßen (von der Schule aus) gelesen habe. Und meine Erwartungen wurden übertroffen. Es wird eine totes Mädchen gefunden und der Kommissar Matthäi gibt den Eltern des getöteten Mädchen das Versprechen den Mörder zu finden. Als dieser Fall rein kommt, steht Matthäi kurz vor seiner Pension und er übernimmt ihn dennoch, schon alleine um das Versprechen an die Eltern einzulösen. Auf der Suche nach den täte, verliert er so langsam seinen Verstand. Er geht nämlich soweit, dass er eine Tankstelle kauft, wo in der unmittelbaren Nähe eine Frau mit ihrer Tochter wohnt, die dem Äußeren des getöteten Mädchen ähnelt. Dieses benutzt er als Lockvogel für den Täter. Ob das gut geht, und dem Mädchen auch was passiert, muss man selber raus finden. Ich kann nur sagen, dass Matthäi am Ende nicht sicher sein kann, ob er den Mörder gefunden hat oder nicht, aber warum........?

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  • Exzellent Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Michael L., am 27.05.2006

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    Dieser Roman hat mich von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen. Dürrenmatt schreibt mit einer Leichtigkeit über ein Thema das immer aktuell ist! Sexualverbrechen an Kindern. An alle Fans von Kriminalgeschichten: lesen!

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  • Gut gelungen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 13.02.2006

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    Wir mussten dieses Buch in der Schule lesen. Ich finde es eigentlich ganz gelungen. Es war bisher das beste unserer Lesebücher.

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  • Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden

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    Wer kennt ihn nicht, den Film "Es geschah am hellichten Tag", in dem Heinz Rühmann den Gert Fröbe sucht, einen Mädchenmörder. Daß Dürrenmatts Roman "Das Versprechen" zugrunde liegt, wissen schon weniger viele. Auch hier ist es wie bei jeder literarischen Vorlage: Sie ist tiefer und vielschichtiger, ja einfach besser als der Film und mindestens ebenso spannend.

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