Eine Frage der Zeit. btb, Band 74166

Roman

von Alex Capus

Buch

gebunden (346 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Drei norddeutsche Werftarbeiter werden 1913 von Kaiser Wilhelm II. beauftragt, ein Dampfschiff in seine Einzelteile zu zerlegen und am Tanganikasee südlich des Kilimandscharo wieder zusammenzusetzen. Der Monarch will damit seine imperialen Ansprüche unterstreichen. Die drei Männer fahren nach Deutsch-Ostafrika mit der Aussicht auf guten Verdienst, lassen sich bezaubern von der exotischen Kulisse und der schönen Gouverneurin, geraten aber rasch in das gewalttätige Räderwerk des Kolonialismus, aus dem es kein Entrinnen gibt.
Zur gleichen Zeit beauftragt Winston Churchill den exzentrischen, aber liebenswerten Oberleutnant Spicer Simson, zwei Kanonenboote über Land durch halb Afrika an den Tanganikasee zu schleppen. Als der Erste Weltkrieg ausbricht, liegen sich Deutsche und Briten an seinen Ufern gegenüber. Keiner will, aber jeder muss Krieg führen vor der pittoresken Kulisse des tropischen Sees. Alle sind sie Gefangene der Zeit, in der sie leben, und jeder hat seine eigene Art, damit fertig zu werden.

Produktdetails

Verkaufsrang: 4.075
ISBN-10: 3-442-74166-1
EAN: 9783442741663
Erschienen: 04.10.2010
Verlag: Btb Taschenbuch
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 346
Gewicht: 170 g
Reihe: btb
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Alex Capus

Alex Capus, geboren 1961 in Frankreich, studierte Geschichte, Philosophie und Ethnologie in Basel und arbeitete während und nach seinem Studium als Journalist und Redakteur bei verschiedenen Tageszeitungen und bei der Schweizer Depeschenagentur. 1994 veröffentlichte Alex Capus seinen ersten Erzählband ("Diese verfluchte Schwerkraft"), dem seitdem neun weitere Bücher mit Kurzgeschichten, historischen Reportagen und Romanen folgten. Capus verbindet sorgfältig recherchierte Fakten mit fiktiven Erzählebenen, in denen er die persönlichen Schicksale seiner Protagonisten einfühlsam beschreibt. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt; für seine schriftstellerische Arbeit erhielt er zahlreiche Preise. Daneben hat Capus auch als kongenialer Übersetzer von Romanen des US-amerikanischen Autors John Fante gewirkt. Alex Capus lebt als freier Schriftsteller mit seiner Familie in Olten/Schweiz.

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Kundenrezensionen

  • Das Schicksal der Liemba Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Franz-Ludwig Martin, am 28.03.2012

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    Alex Capus hat in seinem fesselnden Roman den Bau, das Auseindernehmen, den Transport und den Zusammenbau des Schiffes am Tanganjikasee akribisch und spannend beschrieben.Das Schiff fährt heute noch und soll restauriert werden. Dazu ein Auszug aus dem Internet: Das Schiff, zusammengehalten von 160.000 Nieten, konnte in seine Einzelteile zerlegt werden und wurde auf diese Weise nach zehnmonatiger Bauzeit in 5.000 Holzkisten mit einem Gesamtgewicht von 1.200 Tonnen verpackt. Auf diese Weise gelangte die Graf Goetzen mit dem Zug nach Hamburg und von dort mit einem Dampfer nach Daressalam, der Hauptstadt der Kolonie. Hier wurden die Kisten auf die kurz zuvor eröffnete Mittellandbahn verfrachtet und nach Kigoma transportiert. Da das letzte Teilstück noch nicht rechtzeitig fertiggestellt war, mussten die Bauteile ein Stück weit von Menschen getragen werden.[2]

    Am Tanganjikasee bauten rund 250 einheimische Arbeiter und 20 Inder unter der Leitung von Rüter, einem Gesellen und einem Nieter der Meyer-Werft das Schiff wieder zusammen.

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  • Deutsches Afrika Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Jonas, am 08.02.2012

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    Dieses Buch entführt einen, in eine bisher beinahe unbekannte Welt (für jeden der nichts mit Geschichte am Hut hat). Das Afrika unter deutscher Herrschaft, welches einen gewissen Charme und Reiz, gleichzeitig aber auch viele Gefahren und Ungerechtigkeiten aufweist, war bisher wenig beschrieben in Büchern. Capus wagt in einer an der Wahrheit angelehnten Geschichte, dieses Reise.
    Dabei geht er auf den Imperialismus, sowie die Willkür des Krieges ein. Die Ausschweifungen des Kapitalismus, die Sklaverei und den Drang nach Freiheit.
    Wie auch bei Leon und Louise, spielt das Schicksal die Hauptrolle, jene des Antihelden.
    Reinlesen und geniessen. Ein sehr kurzweiliges Buch, interessant geschrieben und geschichtlich gut fundiert.

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  • Gut recherchierter Abenteuer-Roman! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Dorothee Jaschke, am 24.07.2011

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    Alex Capus hat gründlich recherchiert und einen tollen Abenteuer-Roman geschrieben.
    Drei Emsländer Schiffsleute werden Ende 1913 nach Deutsch-Ostafrika geschickt und geraten dort unversehens in den Krieg der Kolonialmächte. Der Roman besticht durch detailgenauen Beobachtungen, herrliche Landschaftsbeschreibungen und eine pointierte Sprache. Für alle Freunde guter historischer Romane!

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  • Deutschland vs. England ohne Elfmeterschiessen... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Moritz Revermann, am 15.07.2011

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    Deutschland vs. England ohne Elfmeterschiessen, - damals nahm man dafür noch Kanonenkugeln. Am Tanganikasee, der 1913 noch Deutsch-Ostafrika von Belgisch Kongo trennte, bauen drei Papenburger Werftarbeiter ein Dampfschiff zusammen, welches die Vormachtstellung der Deutschen in Ostafrika sichern soll. Dann bricht der Erste Weltkrieg aus und die Engländer schicken den exzentrischen Comander Spicer Simson mit zwei Kanonenbooten an den See, um den Deutschen Paroli zu bieten.

    Was dieses Buch von Capus so einzigartig und lesenswert macht, ist die Zeichnung seiner Charaktere mit all ihren Träumen, Wünschen und Hoffnungen. Mit feinem Humor erzählt er eine Geschichte, die skurril anmutet aber auf wahren Begebenheiten beruht. Capus geht es nicht um Sieg oder Niederlage, er erzählt vom Ringen des Einzelnen um Anstand und Würde. Und das macht er phantastisch!

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  • Gänsehaut Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Brigitte Bouman-Mengering, am 01.01.2011

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    Ja,dieses Buch verursacht Gänsehaut. Eine wundervoll erzählte Geschichte über drei Papenburger Werftarbeiter um 1913, die plötzlich mitsamt einem noch zusammenzubauenden Schiff in Afrika landen. Eine fremde Welt,Kolonialismus und der Ausbruch des Ersten Weltkrieges sind so lebensnah erzählt. Dazu als zweiter Strang die Geschichte eines englischen Offiziers, der bizarrer nicht sein kann.Ein Einblick in eine für uns unvorstellbar fremde Welt.

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  • Einer meiner Lieblinge! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Christine Fehlhaber, am 07.11.2010

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    Historisches & Privates vermischt der Autor äußerst gekonnt, das Ergebnis ist ein vergnüglicher Roman über Ereignisse im Schatten der großen Weltgeschichte. Ein leicht exotischer Genuss mit einem bitter-süßen Nachgeschmack und einer meiner Lieblinge!
    C.Graf

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