Lea. btb, Band 73746

Novelle. Ausgezeichnet mit dem Prix Michel Tournier 2011

von Pascal Mercier

Buch

Taschenbuch (255 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Mit einem Nachwort des Autors.


Die achtjährige Lea hat sich nach dem Tod der Mutter in eine eigene Welt zurückgezogen, zu der auch der Vater keinen Zutritt hat. Erst der Klang einer Geige holt sie ins Leben zurück. Lea erweist sich als außerordentliche musikalische Begabung, und schon bald liegen ihr Publikum und Musikwelt zu Füßen. Doch während Lea von Erfolg zu Erfolg eilt, treibt es ihren anfangs überglücklichen Vater Martijn van Vliet immer tiefer in die Einsamkeit. Bei dem verzweifelten Versuch, die Liebe und Nähe seiner Tochter zurückzugewinnen, verstrickt er sich in ein Verbrechen, das alles verändert ...


Produktdetails

Verkaufsrang: 5.321
ISBN-10: 3-442-73746-X
EAN: 9783442737468
Erschienen: 06.07.2009
Verlag: Btb Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 255
Gewicht: 244 g
Reihe: btb
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Pascal Mercier

Pascal Mercier, 1944 in Bern geboren, lebt in Berlin und ist Professor für Sprachphilosophie und Analytische Philosophie an der FU Berlin. 2006 wurde ihm der "Marie Luise Kaschnitz-Preis" verliehen.

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Buchhändlertipps

  • Ein weiteres Meisterwerk vom Schweizer Pascal Mercier (eigentlich Peter Bieri)

    von Désirée Hasler, am 16.10.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Schönbühl

    Es isit die traurig-schöne Vater Tochter Beziehung eines Vaters einer berühmten Geigenspielerin Frankreichs.
    Die Geschichte spielt in Frankreich der heutigen Zeit. Der Vater erzählt einem für ihn fremden die Lebensgeschichte seiner Tochter.
    Tragisch, schön, und liebevoll.

Kundenrezensionen

  • Pascal Mercier - Lea Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von D. Knichel, am 19.10.2010

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    In einem kleinen Café lernen sich Adrian Herzog und Marjin van Vliet kennen. Beide wollen nach Bern. Martjin bietet Adrian an ihn mitzunehmen. Unterwegs erzählt er dann seinem neuen Reisegefährten, die Geschichte seiner Tochter Lea. Das kleine Mädchen, dessen Mutter früh an Krebs stirbt, lauscht auf einem Bahnhof, dem Geigenspiel einer Straßenmusikerin. In ihr wird der Wunsch wach, ebenso virtuos dieses Musikinstrument zu beherrschen. Martjin bestrebt danach seiner Tochter den Wunsch zu erfüllen, kauft ihr eine Geige und schon bald stellt er sein ganzes Leben auf Leas Spiel ein. Er vernachlässigt in den nächsten Jahren seine Arbeit und lebt nur für ihre Karriere. Für sie wird er sogar straffällig: er veruntreut Gelder des Instituts, um Lea eine Guarneri del Gesu zu kaufen, eine dieser besonders wertvollen und seltenen Instrumente aus dem 17. Jahrhundert.
    Die ersten Anzeichen einer geistigen Entrückung kann oder will er einfach nicht sehen, bis es zu spät ist und er sie in ein Sanatorium einweisen muss. Adrian Herzog lernt durch die Geschichte und deren mehr als tragischem Ende einen anderen Blickwinkel auf sein eigenes Leben zu werfen und die Beziehung zu seiner eigenen Tochter zu hinterfragen. Für ihn wird das Treffen mit diesem Fremden zu Welt erschütternden Erfahrung.

    Klein, aber fein kommt die Novelle "Lea" daher und hatte es nach dem großen Erfolg des "Nachtzug nach Lissabon" nicht einfach, weil die vorherrschenden Themen keine einfachen sind: Fremdheit und Entfremdung von Menschen, hier speziell Vater und Tochter; das Abgleiten eines Menschen in einen Wahn, der Verlust der Bodenhaftung; das Aufstauen von Ungesagtem und Missverständnissen bis zur Explosion.
    Kein "gewichtiges", aber ein "richtiges" Buch, nämlich richtig, um diese Thematik zu bearbeiten. Ein Buch, auf welches man sich einlassen muss... und dafür belohnt wird. Ganz große Klasse - Danke Herr Mercier!

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  • Eindrucksvoller Vater-Tochter-Roman Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sylvi Hörtz, am 17.09.2010

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    Pascal Mercier erzählt die bewegende Geschichte eines talentierten Mädchens, das in jungen Jahren mit dem Tod der Mutter konfrontiert wird und daraufhin Freude und Erfüllung in der Musik sucht. Doch Lea's anfängliche Euphorie im Umgang mit der Geige schlägt mit zunehmendem Erfolg in Perfektionsmus und Obsession um. Obwohl ihr Vater die Gefahr zu sehen scheint, gelingt es ihm nicht, die Notbremse zu ziehen. Aus Angst sich seiner Tochter weiter zu entfremden, fördert er stattdessen mit allen Mitteln ihre musikalische Begabung. Doch das scheint genau der falsche Weg zu sein ...
    Der Autor beschreibt auf sehr eindrucksvolle Weise, wie ein Vater um jeden Preis versucht, seine Tochter gücklich zu machen und sie nicht zu verlieren. Ein sehr emotionaler und stilistisch gut geschriebener Roman, der den Leser voll und ganz in den Bann zieht. Sehr empfehlenswert.

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  • Gut gemeint? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Jutta Schneider, am 30.05.2010

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    Während einer langen Zugreise erzählt ein Vater einem Mitreisenden die Geschichte von sich und seiner Tochter. Als seine Tochter acht Jahre alt ist, stirbt die Mutter und er versucht mit allen Mitteln, seiner Tochter zu helfen und ihr ein glückliches Leben zu ermöglichen.
    Der Leser sieht sich mit der Frage konfrontiert, ob es möglich ist, alles für sein Kind zu tun, immer in dem Bestreben, das für das Kind Richtige zu machen und am Ende bewirkt möglicherweise das vermeintlich Richtige exakt das Falsche.
    Ein Buch, mit dessen Inhalt man sich auseinandersetzt und das lange Stoff zum Nachdenken bietet!

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  • Lea Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 01.10.2009

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    Wunderbar diese Präzision der Sprache! Wunderbar, wie der Autor einerseits den qualitativen Ausdruck der Musik - des sich steigernden Geigenspiels - auch die Qualität der Geige selbst als Musikinstrument beschreibt, andererseits die psychische Verfassung des Vaters und dessen, was er in seiner Tochter an psychischen Vorgängen von außen wahrnimmt! Pascal Mercier versteht es, den Leser in diese schwer zu verstehende Welt mit hineinzunehmen und ihm das Gefühl zu geben, er versteht diese Welt voller Einsamkeit, Hoffnungen und Enttäuschungen.
    Dieses Buch hat mich so gefesselt, dass ich es fast in einem durchgelesen habe. Und es macht Lust auf mehr von Pascal Mercier!

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  • Fremdheit als Thema der Novelle Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Annemarie Schiemann, am 29.09.2009

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    Die Musik einer unbekannten Geigerin auf offener Straße gibt der durch den frühen Tod der Mutter traumatisieren achtjährigen Lea wieder eine Lebensperspektive – sie nimmt Geigenunterricht und erweist sich als hochbegabte Musikerin. Aber das Musizieren wird zur Besessenheit. Leas Vater leidet unter der wachsenden Entfremdung zu seiner Tochter, unterstützt dennoch mit allen Mitteln ihr musikalisches Engagement, um sie nicht völlig zu verlieren. Beide schlingern auf die unabwendbare Katastrophe zu.
    Fremdheit, die nach Ansicht des Autors zwischen einander verbundenen Personen, aber auch als eigene, innere Fremdheit entstehen kann, ist das Thema dieses Romans.
    Aus Sicht des Vaters beschreibt Pascal Mercier die unheilvolle Entwicklung bewegend, bedrückend und sprachlich wie stilistisch wunderbar ausgefeilt. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt.

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  • Lea Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von K. Voß, am 12.08.2009

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    Die achtjährige Lea zieht sich nach dem Tod ihrer Mutter komplett in eine
    eigene Welt zurück und wird erst durch den Klang einer Geige wieder ins
    Leben zurück geholt. Es zeigt sich ein außergewöhnliches musikalische Talent und Lea spielt sich mit ihrer Geige ganz nach oben. Auf dem Weg zum Erfolg rutscht ihr Vater immer tiefer in die Welt der Einsamkeit ab. Sein letzter Versuch sich seiner Tochter wieder zu nähern, endet in einem folgenschweren Verbrechen.Eine traumhafte Novelle voll tiefer Gefühle und versehen mit ergreifenden psychologischen Aspekten.Ein sprachlicher Leckerbissen!

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  • Ein atmosphärisch dichtes, dramatisches und spannendes Buch. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Sibylle Herwig, am 05.08.2009

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    Die Verwandtschaft von Genie und Wahnsinn, manchmal nur ein klischeehafter, romantisch angehauchter Begriff, ist ein Thema in Pascal Merciers Novelle Lea. Sie handelt von einer begabten Geigerin, deren maßloser Ehrgeiz ins Verhängnis führt und kann zugleich als Geschichte einer tragischen Vater-Tochter-Bindung gelesen werden. Ein atmosphärisch dichtes, dramatisches und spannendes Buch mit einer von Ausweglosigkeit kündenden Story.

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  • Lea Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Steffi Peters, am 04.08.2009

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    Pascal Mercier erzählt die Geschichte der achtjährigen Lea, die sich aus Schmerz über den Verlust der Mutter in die innere Emigration flüchtet. Auch ihr Vater Martijn, der seine Tochter über alles liebt, kann sie nicht aus dieser Lethargie zurückholen.
    Bei der Begegnung mit einer Straßenmusikantin entflammt das Mädchen für das Geigenspiel. Die verzaubernde Macht der Musik zieht Lea in ihren Bann. Durch diese Begegnung scheint sie wieder zu erwachen und ihr Vater entdeckt einen neuen Lebenswillen. Er ermöglicht Lea Geigenunterricht und unterstützt und fördert seine Tochter bei ihrer musikalischen Ausbildung. Sie hat eine außergewöhnliche Begabung und entwickelt sich zu einer erfolgreichen und ehrgeizigen Geigerin. Ihr Leben dreht sich fortan nur noch um die Musik. Doch ihr Ehrgeiz ist grenzenlos, unkontrollierte Handlungen und Aggression wechseln sich mit depressiver Verstimmung ab.
    Dem Vater verschließt sich zusehends der Weg, seine Tochter in ihrem Universum zu erreichen, in dem die Musik die Regie führt. In seiner Verzweiflung setzt er seine eigene Existenz aufs Spiel und begeht eine folgenschwere Straftat, von der er schon früh ahnt, dass sie in eine Katastrophe führen wird.
    Pascal Mercier schreibt sehr spannend, tief und anspruchsvoll. Die aufwühlende Dramatik der Geschichte lässt einen bis zur letzten Seite mitfühlen und mitleiden. Das Besondere ist die warme Melancholie, die sich durch das ganze Buch zieht.
    Immer wieder regt der Autor zum tiefen Nachdenken an, wenn er Fragen des menschlichen Seins und des Miteinanders aufwirft.
    Ich habe diesen Roman ohne Unterbrechungen gelesen. Wunderbar.

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  • Tiefgründige Geschichte Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von J.G., am 27.07.2009

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    Die Novelle „Lea“ von Pascal Mercier wird in der Ich-Perspektive aus Sicht einer dritten Person, Adrian Herzog, geschrieben. Dieser Adrian Herzog trifft eines Tages Martijn van Vliet. Beide wollen ein Stück einer Reise nach Bern gemeinsam ablegen. Auf dieser Reise erzählt Martijn, seine und Leas Geschichte.

    Nach dem Tod ihrer Mutter, zieht sich die achtjährige Lea immer mehr zurück. Eines Tages hört sie das Geigenspiel einer Straßenmusikerin und ist vollends begeistert. Sie entwickelt den Wunsch selbst Geige spielen zu lernen und erweist sich als großes Talent. Der Vater verliert dabei immer mehr den Zugang zu seiner Tochter. Er tut alles, um die Begabung zu fördern, um damit die Liebe seiner Tochter zu gewinnen, die niemandem außer ihren Geigenlehrern Zugang zu sich gestattete. Bis er einen verhängnisvollen Fehler begeht…

    Mercier hat mit dieser Novelle eine besonders traurige Vater- Tochter- Geschichte mit großer Erzählkraft geschaffen, eine Geschichte von Nähe und Fremdheit zueinander. Seine Sprache ist mitfühlend und äußerst tiefgründig, ohne kitschig zu sein. Einfach wunderschön.

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