Nach Hause schwimmen. dtv-Taschenbücher,  Band 13830

Nach Hause schwimmen. dtv-Taschenbücher, Band 13830

Roman. Ausgezeichnet mit dem Schweizer Buchpreis 2008

von Rolf Lappert

Buch

Taschenbuch (603 Seiten)

2. Auflage

Sprache: Deutsch

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Wilbur, gerade einmal 1,50 Meter groß, ist wirklich kein Glückskind: Seine Mutter stirbt bei der Geburt, sein Vater macht sich aus dem Staub, und sein erstes Zuhause ist der Brutkasten. Als seine Großeltern ihn zu sich holen, erfährt er endlich, was Heimat ist. Doch das Glück währt nicht lang: Sein bester Freund kommt in die Erziehungsanstalt, und seine Großmutter Orla stirbt bei einem Unfall. Wilbur gerät aus der Bahn. Gern wäre er so stark wie Bruce Willis, doch er hält sich für einen ewigen Verlierer. Erst die charmante Aimee bringt ihm etwas anderes bei: Wilbur muss endlich lernen, zu leben.

Schweizer Buchpreis 2008 und Shortlist des Deutschen Buchpreises 2008!

Produktdetails

Verkaufsrang: 14.934
ISBN-10: 3-423-13830-0
EAN: 9783423138307
Erschienen: 01.12.2009
Verlag: dtv
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 2. Auflage
Seitenzahl: 603
Gewicht: 496 g
Reihe: dtv-Taschenbücher
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Rolf Lappert

Rolf Lappert, geb. 1958 in Zürich, absolvierte eine Ausbildung zum Grafiker, bevor er sich entschloss, Schriftsteller zu werden. In den Achtzigerjahren unterbrach er für längere Zeit das Schreiben, gründete mit Freunden einen Jazzklub und reiste kreuz und quer durch Amerika. Zwischen 1996 und 2004 arbeitete er als Drehbuchautor, u.a. für eine Serie im Schweizer Fernsehen. Rolf Lappert lebt als Autor in Listowel, County Kerry, Irland.

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Kundenrezensionen

  • Der kleine Junge und das rauhe Leben Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 05.12.2011

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    Wilbur ist ein sensibler, schwächlicher Junge, der sich nichts mehr wünscht als Liebe, Geborgenheit und Stabilität - und genau das bleibt ihm wieder und wieder verwehrt. Wilbur muss sich der Welt stellen, wobei er überhaupt keinen Antrieb hat, für seinen Platz im Leben zu kämpfen. Dem kleinen Jungen wäre es lieber, das Ganze wäre schon vorbei.
    Der Beginn seines Lebens ist bereits bezeichnend für den weiteren Verlauf: ein untergewichtiges, schwaches Bübchen, dessen Mutter bei der Geburt stirbt und dessen Vater sich aus dem Staub macht.
    Die Figur des Wilbur ist so liebevoll gezeichnet, dass man von der ersten Seite an eine ungemeine Fürsorge und ein starkes Mitgefühl für ihn entwickelt. Auch die Geschichten und Charakteren der Nebenfiguren sind fantastisch ausgearbeitet. Lappert versteht es, die einzelnen Figuren zum Leben zu erwecken.
    Ein tragisch-schönes, fesselndes und sprachlich hervorragendes Buch!

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  • Moderner Entwicklungsroman Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 24.10.2011

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    Schon die ersten Zeilen geben einen Vorgeschmack, was einen in diesem Roman erwartet. Ich wurde schnell in den Bann gezogen und habe den Schmöker in wenigen Tagen verschlungen. Mit Spannung verfolgt man die Entwicklung von Wilbur, seine Begegnung mit Menschen, die ihn prägen, die ihn enttäuschen oder zur Seite stehen. Der Alltag und das Personal in einem Hotel, wo Wilbur zeitweise arbeitet, werden so lebendig beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, die Szenen spielen sich vor meiner Nase ab. Absolut lesenswert!

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  • Menschenfreundlich Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Monika Bauer, am 16.05.2010

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    Mir hat nicht nur die Geschichte Wilburs und seine Entwicklung hin zum erwachsenen und dem Leben zugewandten jungen Mann gut gefallen - sondern auch die Kunst des Autors, jeder Figur in diesem Roman eine kleine Biographie zu schenken. Gerade diese Parallelgeschichten sind es, die das Buch für mich so liebenswert und "rund" machen, sie geben der Handlung eine große Vielfältigkeit und Tiefe.
    Eine große Lesefreude für alle, die neugierig auf Menschen sind und ruhiges Erzähltempo schätzen!

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  • Suche nach Glück Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Maria Kranke, am 10.03.2010

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    Der zwanzigjährige Wilbur wird nach einem Selbstmordversuch von Anglern aus dem Wasser gerettet und landet in der Psychiatrie.
    Dem Leser wird nun das tragische Leben dieses jungen Menschen erzählt, der von Geburt an von einer Tragödie in die nächste stolpert. Glückliche Momente in seinem Leben zerplatzen wie Seifenblasen.
    Man ist als Leser betroffen von soviel Tragik und hofft bis zum Ende des Buches, dass dieser Wilbur endlich ein bisschen Glück findet.

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  • Ein Ich-kann-unmöglich-aufhören-zu-lesen-Buch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Katharina Walsdorf, am 04.03.2010

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    Ein wunderbares Buch, von der ersten bis zur wirklich letzten Seite, ganz außergewöhnlich gut, sowohl vom Inhalt wie auch vom Schreibstil her, etwas ganz Besonderes, eine Bereicherung. Unbedingt lesen!

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  • Erwachsen werden Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Birgit Schlechte, am 23.02.2010

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    Das ist die Geschichte von Wilbur, einem schwächlichen Knaben, der in den Tag träumt. Er lebt in Irland, hat das Meer vor der Nase und Angst vor Wasser.
    Die Mutter ist bei der Geburt gestorben, der Vater hat sich davongemacht.
    Alle Liebe erfährt Wilbur von seiner Großmutter, die ein einfaches Leben neben Schafzüchtern und Fischern führt, die auch Wilburs Freunde sind.
    Der Großvater leidet an einem Geheimnis, was ihn vermögend gemacht hat, aber auch verschlossen und krank. Als Wilbur und sein Kumpel die Lebenslüge entdecken, bringt das Unglück über zwei Familien und Wilbur verliert alle Menschen, die er liebt. Er kommt zu Pflegeeltern in eine Art Gefangenschaft, aus der er sich durch seine musikalische Begabung zu befreien sucht, mit dem Ziel, seinen schwedischen Vater zu finden. Wieder eingefangen kommt es zu einem Befreiungsversuch, der nur den Pflegevater aus den Fängen der bigotten Ehefrau erlöst, Wilbur aber ins Erziehungsheim bringt.
    Viele Menschen bemühen sich um Wilbur. Das Personal und die Schauplätze in dem Roman werden nach dem gemächlichen Anfang immer turbulenter, Wilbur jedoch verschließt sich bis zur Sprachverweigerung. Er will nicht leben, wurde er doch so drastisch in die Welt geworfen, wie er auf ebensolche Weise gezwungen werden sollte, schwimmen zu lernen … bis eine Frau in sein Leben tritt, weder Mutter, noch Großmutter, noch weiblicher Vormund.
    Der gebürtige Schweizer Rolf Lappert hat einen großen Roman geschrieben, einen irischen Roman.

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  • Ein Lieblingsbuch! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Nina Dünkel, am 05.02.2010

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    Ein wunderschöner, ein trauriger und manchmal herzzerreißender Blick auf das Leben des jungen Wilbur! Der, der sich als Kleinwüchsiger und Wasserparanoiker durchs Leben kämpft und irgendwann dann doch erkennt, dass es schön ist, das Leben! Wie gerne würde ich Rolf Lappert persönlich zu diesem Geniestreich gratulieren!

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  • Nach Hause schwimmen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Stefanie Müller, am 22.01.2010

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    Wilburs Leben wird schon früh von schmerzhaften Verlusten geprägt. Seine Mutter stirbt bei der Geburt, sein Vater macht sich daraufhin aus dem Staub. Erst als ihn seine Großeltern von den USA nach Irland holen findet er in Orla, seiner Großmutter, eine feste Bezugsperson. Doch der schmächtige, intelligente Junge, der an einer Wasserphobie leidet, hat weiterhin kein Glück. Sein einziger Freund kommt in eine Erziehungsanstalt, seine Großmutter kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben und bei seiner Pflegefamilie fühlt er sich nie richtig zu Hause. Er findet seinen Platz im Leben nicht und landet nach einer Brandstiftung im Haus der Pflegeeltern selbst im Erziehungsheim.
    Erst als er mit über 20 die unkonventionelle Aimee kennen lernt, bekommt er ein Bild davon, was es heißt erwachsen zu sein.
    Lapperts Roman über das Leben erinnert mit seiner tragischen Komik, den umfangreichen Charakterbeschreibungen und nicht zuletzt auch wegen der Figur ‚Wilbur’ an Geschichten von John Irving.
    Ein gefühlvoller und genial konstruierter Roman, der unbedingt gelesen werden sollte!

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  • Es hätte niemals zu Ende gehen dürfen... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von J.G., am 17.01.2010

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    Der Roman besteht aus zwei unabhängigen Erzählsträngen, d.h. einem Wechsel zwischen der Perspektive eines unabhängigen dritten Erzählers in der Vergangenheit und der Perspektive des Ich-Erzählers aus der Sicht von Wilbur in der Gegenwart. Folglich ist das Ende des ersten Erzählstranges der Anfang des zweiten.
    1. Erzählstrang
    Wilbur wird im Jahre 1980 in Philadelphia, USA, geboren. Die Mutter stirbt bei der Geburt und der Vater verflüchtigt sich. Zu Anfang kommt Wilbur in ein Waisenhaus und die dortige Erzieherin Alice und ihr Mann hätten ihn gerne adoptiert, wären da nicht die Großeltern in Irland, die ihn zu sich holen. Dort wird er von seiner Großmutter Orla über alles geliebt und er verbringt bei ihr vielleicht die glücklichste Zeit seiner ersten 20 Lebensjahre. Nach einem schrecklichen Unfall verstirbt seine Großmutter, der Großvater kann sich nicht um Wilbur kümmern und Wilbur wird von einer Pflegefamilie aufgenommen, mit denen Wilbur aber nie richtig warm wird. In dieser Zeit lernt er Matthew kennen, der selbst ein schweres Schicksal erlitten hat. Von Matthew lernt Wilbur Cello spielen und ist sehr begabt. Er ist sogar so begabt, dass er an einem Wettbewerb in Schweden teilnehmen darf. Da sieht Wilbur die Gelegenheit seinen Vater zu suchen, der sich nach seinem Wissen in Schweden aufhält. Kurz nach der Rückkehr zurück nach Irland bringt er sich selbst in eine Erziehungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche. Nach mehrmonatigem Aufenthalt wird er von Alice nach New York geholt und die sich liebevoll um ihn kümmert. Dort geht die Suche nach seinem Vater weiter.
    2. Erzählstrang
    Wilbur schildert als Ich-Erzähler die Zeit nach seinem Selbstmordversuch, seinen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik und sein Leben in einem Hotel für Männer, in das er sich verkriecht. In der Psychiatrie für Selbstmörder lernt Wilbur die liebenswürdige Aimee kennen und verliebt sich in sie. Aimee ist es letztendlich auch, die Wilbur dazu bringt, seine bisherige Lebensweise in Frage zu stellen.

    Rolf Lappert ist ein bemerkenswerter Geschichtenerzähler mit einer Mischung aus Ernsthaftigkeit und Tragikomik, mit einer schönen, klaren und schnörkellosen Sprache. Jeder mit Wilbur in enger Beziehung stehender Charakter wird von Lappert eindrucksvoll beschrieben, die Charaktere sind ausgefeilt und vielschichtig. Damit scheint die Figur „Wilbur“ noch realistischer. Die Überschriften des Erzählstranges der Vergangenheit sind Filme aus den entsprechenden Jahren mit Bruce Willis, dem großen Vorbild von Wilbur. Beide Erzählstränge sind so gekonnt miteinander verwoben, dass sie eine regelrechte Sogkraft entwickeln. Begriffe wie Meer, Wasser, schwimmen etc. und die Art wie Lappert mit diesen immer wiederkehrenden Wörtern bzw. Bildern umgeht, durchziehen den gesamten Roman.

    Ich habe das Jahr 2010 mit einem herausragenden, wunderschön traurigen und doch mit HappyEnd endenden Roman begonnen. Ich hoffe, dass es so weitergeht.

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  • was.... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 31.12.2009

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    ...für ein Buch! Es hat mich sehr berührt. Seite für Seite. Mitschwingen in einer tiefen Ebene des menschlichen Seins. Grossartig.

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  • Ein Buch mit einem tollen Titel! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Katrin Höffler, am 02.11.2009

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    Und eines, das bis zum Ende glücklich macht!
    Obwohl zunächst alles dagegen spricht, denn Glück bringt man mit Wilbur, dem "Held" des Buches, so gar nicht in Verbindung. Er macht seinen ersten Atemzug, als seine Mutter den letzten macht und noch viele Menschen werden sich die Klinke in die Hand geben, bis er endlich ein Zuhause findet und Liebe. Diese vielen Lebensläufe, die den seinen kreuzen und die wunderbar warmherzige und witzige Art des Erzählers haben die Lektüre für mich total spannend gemacht.
    Genau die richtige Lektüre für alle Fans von John Irving und Menschen, die ihr Lebensglück gern selbst in die Hand nehmen...




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