Sand

Roman. Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse, Kategorie Belletristik 2012

von Wolfgang Herrndorf

Buch

gebunden (480 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

"Er aß und trank, bürstete seine Kleider ab, leerte den Sand aus seinen Taschen und überprüfte noch einmal die Innentasche des Blazers. Er wusch sich unter dem Tisch die Hände mit ein wenig Trinkwasser, goß den Rest über seine geplagten Füße und schaute die Straße entlang. Sandfarbene Kinder spielten mit einem sandfarbenen Fußball zwischen sandfarbenen Hütten. Dreck und zerlumpte Gestalten, und ihm fiel ein, wie gefährlich es im Grunde war, eine weiße, blonde, ortsunkundige Frau in einem Auto hierherzubestellen." Während in München Palästinenser des "Schwarzen September" das Olympische Dorf überfallen, geschehen in der Sahara mysteriöse Dinge. In einer Hippie-Kommune werden vier Menschen ermordet, ein Geldkoffer verschwindet, und ein unterbelichteter Kommissar versucht sich an der Aufklärung des Falles. Ein verwirrter Atomspion, eine platinblonde Amerikanerin, ein Mann ohne Gedächtnis - Nordafrika 1972. Ein mitreißender Agententhriller - und noch viel mehr: ein literarisches Abenteuer, ein außerordentlicher Roman.

Produktdetails

Verkaufsrang: 688
ISBN-10: 3-87134-734-5
EAN: 9783871347344
Erschienen: 15.11.2011
Verlag: Rowohlt Berlin
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 480
Gewicht: 568 g
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Wolfgang Herrndorf

Wolfgang Herrndorf, geboren 1965 in Hamburg, ist ein deutscher Schriftsteller, Maler und Illustrator. 2002 erschien sein Debütroman „In Plüschgewittern“. 2004 nahm er mit der Erzählung „Diesseits des Van-Allen-Gürtels“ am Wettbewerb zum Ingeborg-Bachmann-Preis teil, wo er den Publikumspreis gewann.

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Kundenrezensionen

  • super Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 15.05.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Was für ein Buch. Ich bin begeistert.
    Es ist gleichermaßen spannender Thriller und gute Literatur - so etwas ist mir in dieser Form noch nie begegnet.
    Den typischen Thriller liest man hungrig weg, ohne auf die Sprache zu achten. Kleinere Fehler stören nicht, die überliest man, um schnell zu erfahren, wie es ausgeht. Bei ernsthafter Literatur...

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  • spannend, schräg, gut Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Edith Berger, am 15.03.2012

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Es ist das Jahr 1972. Die Aufmerksamkeit der westlichen Welt konzentriert sich auf München und den Überfall auf die israelische Olympiamannschaft. Ungefähr zur selben Zeit erschießt Amadou Amadou, ein Junge aus der Nachbarschaft, in einer Hippie-Kommune in der Oase Tindirma ohne Vorwarnung 4 Menschen. Als er kurze Zeit später verhaftet wird, leugnet er, trotz eindeutiger Zeugenaussagen, die Tat begangen zu haben. Die Polizisten Polidorio und Canisades werden mit den Ermittlungen beauftragt. Sie beginnen unmotiviert nachzuforschen und versinken dabei im wahrsten Sinne des Wortes in Sumpf und Sand.
    Großes Lesevergnügen

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  • Wer sagt, dass das Leben fair ist? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Violetta Maywald, am 11.02.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dass Herrendorfs Roman „Tschick“ ein Knaller ist, ist allgemein bekannt. Sein neuer Roman „Sand“ ist mindestens genauso gut, zielt aber in eine ganz andere Richtung. Während „Tschick“ nur so vor jugendlicher Komik strotzt, behandelt dieses Buch eher ernstere Themen.
    Nichts ist sofort greifbar, sondern zerrinnt nur wie Sand zwischen den Fingern. Da ist zum einen der Mann ohne Gedächtnis, der krampfhaft versucht, seine Identität wiederzufinden, der brutale Amoklauf in einer Hippiekommune in einer Wüstenoase und eine rätselhafte Mine, die es zu finden gilt.
    Es gelingt dem Autor hier sehr gut, den Leser bis zum Ende des Romans über diese Fragen im Unklaren zu lassen. Man muss genau lesen, um keine Nuance zu verpassen, was nicht schwer fällt, da die Lesegeschwindigkeit der Geschichte angenehm gedrosselt wurde.
    Und schließlich endet „Sand“ mit einem fast schon hinterhältigen Schlussknall, bei dem sich der Leser nach Zuschlagen des Buche daran erinnern muss, auch den Mund wieder zuzuklappen.

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