Die Kinderhexe

Historischer Roman. Originalausgabe

von Roman Rausch

Buch

Taschenbuch (380 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Hexen müssen brennen - und wenn es Kinder sind. Würzburg zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges: Grausam wütet der Hexenwahn, die Scheiterhaufen lodern höher als je zuvor. Als auch die alte Hebamme Babette sterben muss, schwört ihr Pflegekind Kathi Rache. Zusammen mit einer Freundin gibt sie an, auf einem Hexensabbat Bürger der Stadt gesehen zu haben. Die Nachricht vom Hexenflug der Mädchen verbreitet sich wie ein Lauffeuer, und bald kann niemand mehr seiner Haut sicher sein. Immer mehr Männer und Frauen fallen den tödlichen Bezichtigungen zum Opfer. Und am Ende sehen sich auch die Kinder selbst vom Feuertod bedroht ...

Produktdetails

ISBN-10: 3-499-25710-6
EAN: 9783499257100
Erschienen: 01.12.2011
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 380
Länge/Breite: 191mm/115mm
Gewicht: 379 g
Reihe: rororo Taschenbücher
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Roman Rausch

Roman Rausch, 1961 in Würzburg geboren, arbeitete nach dem Studium der Betriebswirtschaft im Medienbereich und als Journalist.

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Kundenrezensionen

  • Ein historischer Roman voller Flair und Atmosphäre Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von John Poulsen, am 21.03.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Kathi lebt in Würzburg zur Zeit des 30 jährigen Krieges. Der Stadt könnte es trotz der Kriegswirren gut gehen, wäre da nicht die ständige Angst vor der Bedrohung durch Hexen und Zauberer, die versuchen, gute Christenmenschen von ihrem Erlöser fortzureißen. Die Hexenkomissare haben alle Hände voll zu tun und Brandtag reiht sich an Brandtag. Für Kathi selbst gehören die brennenden Scheiterhaufen mittlerweile fast schon zum Stadtbild und so lebt das zahnjährige Mädchen in den Tag hinein, stets bemüht der strafenden Rute ihres Lehrmeisters, des Apothekers Grein, zu entkommen.

    Doch alles ändert sich, als die Hebamme und Ziehmutter Kathis, die alte Babette, als Hexe bezichtigt und schließlich getötet wird. Kathi überlegt, wie sie es denen, die ihrer alten Amme das angetan haben, heimzahlen kann. Und so kommt sie auf einen Gedanken, der an Wahnwitz kaum zu überbieten zu sein scheint. Sie und ein anderes Mädchen, dass in einer unglücklichen Liebe zu einem Ratsherren der Stadt gefangen scheint und alles daransetzen will, dessen Gattin loszuwerden, erklären, sie wären mit der Hexe Babette geflogen und hätten Bürger der Stadt beim Tanz mit dem Teufel gesehen. Immer mehr Menschen werden der Hexerei und des Bündnisses mit dem Gehörnten bezichtigt, bis Kathi plötzlich einen Rückzieher macht und widerruft.

    Alles scheint wie ein Kartenhaus in sich zusammenzufallen, doch Kathi hat nicht mit dem Ehrgeiz der Hexenkomissare und der kirchlichen Oberhäupter gerechnet. Und droht ihr schließlich selbst das Schicksal, das sie den Mördern ihrer Amme zugedacht hatte, der Tod auf dem Scheiterhaufen.

    Roman Rausch beweist hier in vielen Kleinigkeiten seine Liebe zum Detail, indem er den Leser in diese Großstadt der Kriegszeit eintauchen lässt und ihn die Nöte und Sorgen, den Hass und die Liebe, die Verzweiflung und die Angst seiner Hauptfiguren bis ins kleinste plastisch dargestellt spüren lässt. Dabei beschreibt er das Leben der Menschen ebenso eingehend, wie die Folterpraktiken der Hexenjäger, was zuweilen durchaus makaber anmutet. Letztlich ist es sein erfrischend offener Erzählstil, der den Leser von der ersten Seite an, an die Geschichte fesselt und ihn erst wieder loslässt, wenn er weiß, was nun wirklich mit der kleinen Kathi geschieht. Dabei malt Rausch seine Figuren nicht schwarz/weiß sondern lässt durchaus auch Zweifel an den Taten und Absichten seiner Hauptfiguren zu sodass sie vor allem eines werden: Menschlich.

    Einzig ein Nachwort, dass dem Leser Aufschluss über den tatsächlichen Wahrheitsgehalt der Geschichte geben könnte, fehlt. So wirkt das Werk am Ende etwas unvollständig, was den Gesamteindruck aber nur leicht schmälern kann.

    Fazit

    Ein gelungener historischer Roman, der durch Liebe zum Detail und geschickt destalltete Hauptfiguren besticht. Allein die Tatsache, dass man zuweilen das Gefühl hat, dass der Autor mit der Zahl der Anklagen und Anklagepunkte hier und dort etwas übertreibt, schmälert das Lesevergnügen leicht. Ein Nachwort hätte hier für Klarheit sorgen können. Wer sich jedoch davon nicht abschrecken lässt, wird hier einige schöne Stunden nahezu uneingeschränkten Lesevergnügens genießen können.

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  • Eine packende und "unter die Haut gehende" Geschichte! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sumpflicht, am 26.12.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Um was geht es?:
    Würzburg zu Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Die Scheiterhaufen lodern, der Hexenwahn schreitet immer weiter heran.
    Jeder beschuldigt jeden nur um noch jemanden mit in den Tod zu reißen.
    Als schließlich auch die alte Hebamme Babette dem Feuer zum Opfer fiel, schwört Kathi denen Rache, die sie dorthin gebracht haben. Sie gibt vor, an einem Hexensabbat teilgenommen zu haben und bestimmte Bürger dort gesehen zu haben. Ein unaufhaltsames Lauffeuer bricht aus, bis dies letztendlich auch auf die Kinder übergreift.

    Meine Meinung:
    Das Buch hat ein für einen historischen Roman übliches Cover. Schlicht und mit der Flamme im Hintergrund auch passend!
    Das Buch begleitet immer wieder verschiedene Charaktere und am Anfang folgt es auch mehreren Handlungssträngen aber alles trifft sich immer irgendwie bei unserer Protagonistin Kathi.

    Die Geschichte besticht aber nicht nur durch eine starke Protagonistin, die für die Gerechtigkeit kämpft, für ihre eigenen Fehler gerade steht und ihre Freunde beschützt, auch wenn sie sich dadurch selbst in Gefahr begibt, sondern auch durch die vielen verschieden Charaktere, die alle sehr lebendig beschrieben sind. Außerdem zieht Roman Rausch einen mit seiner Art zu schreiben in den Bann, so dass ich das Gefühl hatte mitten in Würzburg zu sein, und mit Kathi durch die Straßen gehe und noch den Geruch vom letzten Hexenfeuer in der Nase habe.

    Das Buch streift aber nicht nur die Hexenverbrennung an sondern geht auch auf die früheren Foltermethoden ein, so dass mir das ein oder andere Mal die 'Haare zu berge standen'. Für zart besaitete werden die beschrieben Foltermethoden kein Zuckerschlecken sein, aber ich bin froh das Roman Rausch nichts 'weich gewaschen' hat, sondern die ganze Grausamkeit, die dahinter steckte, beschrieben hat.
    Die Hexenjagd und Verbrennungen sind auch der Haupthandlungsstrang der Geschichte und ich bin froh darüber, dass mal keine Liebesgeschichte vom Wesentlichen ablenkt.

    Fazit:
    Ein historischer Roman über die Hexenjagd und ein Mädchen, dass versucht sich an denen zu rächen, die für die Grausamkeiten verantwortlich sind.
    Eine packende und 'unter die Haut gehende' Geschichte, die einen gleich mit ins Geschehen nimmt und einen erst wieder los lässt, wenn man die letzte Seite zumacht.
    Für jeden zu empfehlen, der gerne mehr über die Hexenjagd erfahren möchte und/oder gerne historische Romane ließt.

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  • Eine packende und "unter die Haut gehende" Geschichte! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sumpflicht, am 26.12.2011

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    Um was geht es?:
    Würzburg zu Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Die Scheiterhaufen lodern, der Hexenwahn schreitet immer weiter heran.
    Jeder beschuldigt jeden nur um noch jemanden mit in den Tod zu reißen.
    Als schließlich auch die alte Hebamme Babette dem Feuer zum Opfer fiel, schwört Kathi denen Rache, die sie dorthin gebracht haben. Sie gibt vor, an einem Hexensabbat teilgenommen zu haben und bestimmte Bürger dort gesehen zu haben. Ein unaufhaltsames Lauffeuer bricht aus, bis dies letztendlich auch auf die Kinder übergreift.

    Meine Meinung:
    Das Buch hat ein für einen historischen Roman übliches Cover. Schlicht und mit der Flamme im Hintergrund auch passend!
    Das Buch begleitet immer wieder verschiedene Charaktere und am Anfang folgt es auch mehreren Handlungssträngen aber alles trifft sich immer irgendwie bei unserer Protagonistin Kathi.

    Die Geschichte besticht aber nicht nur durch eine starke Protagonistin, die für die Gerechtigkeit kämpft, für ihre eigenen Fehler gerade steht und ihre Freunde beschützt, auch wenn sie sich dadurch selbst in Gefahr begibt, sondern auch durch die vielen verschieden Charaktere, die alle sehr lebendig beschrieben sind. Außerdem zieht Roman Rausch einen mit seiner Art zu schreiben in den Bann, so dass ich das Gefühl hatte mitten in Würzburg zu sein, und mit Kathi durch die Straßen gehe und noch den Geruch vom letzten Hexenfeuer in der Nase habe.

    Das Buch streift aber nicht nur die Hexenverbrennung an sondern geht auch auf die früheren Foltermethoden ein, so dass mir das ein oder andere Mal die 'Haare zu berge standen'. Für zart besaitete werden die beschrieben Foltermethoden kein Zuckerschlecken sein, aber ich bin froh das Roman Rausch nichts 'weich gewaschen' hat, sondern die ganze Grausamkeit, die dahinter steckte, beschrieben hat.
    Die Hexenjagd und Verbrennungen sind auch der Haupthandlungsstrang der Geschichte und ich bin froh darüber, dass mal keine Liebesgeschichte vom Wesentlichen ablenkt.

    Fazit:
    Ein historischer Roman über die Hexenjagd und ein Mädchen, dass versucht sich an denen zu rächen, die für die Grausamkeiten verantwortlich sind.
    Eine packende und 'unter die Haut gehende' Geschichte, die einen gleich mit ins Geschehen nimmt und einen erst wieder los lässt, wenn man die letzte Seite zumacht.
    Für jeden zu empfehlen, der gerne mehr über die Hexenjagd erfahren möchte und/oder gerne historische Romane ließt.

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