Der Chinese

Kriminalroman

von Henning Mankell

Buch

Taschenbuch (603 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

An einem frostigen Januartag 2006 macht die Polizei von Hudiksvall eine grausige Entdeckung. In einem kleinen Dorf ist ein Massaker begangen worden, achtzehn Menschen wurden auf bestialische Weise getötet. Die Polizei vermutet die Tat eines Wahnsinnigen. Als Richterin Birgitta Roslin von der Tat liest, wird ihr sofort klar, dass die Pflegeeltern ihrer Mutter, August und Britta Andrén, unter den Mordopfern sind. Und mehr noch: So gut wie alle Ermordeten haben etwas mit ihr zu tun. Sie erkennt, dass die Polizei eine falsche Spur verfolgt, und beginnt zu recherchieren. Ihre Suche führt sie nach China, wo sie auf die grausamen Machenschaften der politischen Führungselite stößt. "Der Chinese" ist ein Thriller auf höchstem Niveau. Er hat nicht nur eine atemberaubende Handlung, sondern erzählt auch davon, was passiert, wenn ein Land zur wirtschaftlichen Supermacht wird, während im Inneren ein System politischer Unterdrückung herrscht.

Pressestimmen:

"Ein Buch, das aktueller nicht sein könnte ... sehr spannend erzählt und geradezu genial zu einer grandiosen Geschichte vom Zorn und Rache, aber auch Familie und Heimat verwoben." (Kerstin Strecker, Die Welt, 31.05.08)

Produktdetails

Verkaufsrang: 28.807
ISBN-10: 3-423-21203-9
EAN: 9783423212038
Originaltitel: Kinesen
Erschienen: 01.08.2010
Verlag: dtv
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 603
Länge/Breite: 191mm/120mm
Gewicht: 436 g
Übersetzer: Wolfgang Butt
Reihe: dtv-Taschenbücher
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Henning Mankell

Henning Mankell, der Schöpfer der Wallander ? Thriller und einer der bedeutendsten Krimiautoren in Skandinavien, wuchs allein mit seiner Schwester bei seinem Vater in Nordschweden auf. Seine Mutter verließ den am 3.Februar 1948 geborenen Henning Mankell schon früh. 1965 wurde er Regieassistent, nach einem Schauspielstudium, am Riks Theater in Stockholm und als Henning Mankell 20 Jahre alt war begann er als Regisseur und Autor zu arbeiten. Seinen Kindheitstraum von einer Reise nach Afrika erfüllte er sich 1972. Henning Mankell war so sehr beeindruckt von dem Kontinent und fühlte sich schon sehr schnell wie zu Hause. Fortan blieb der Krimiautor zunächst noch als Schriftsteller, Regisseur, Autor und Intendant in seiner Heimat Schweden. Als er jedoch 1985 die Chance erhielt in Maputo, Mosambik, am Aufbau einer professionellen Theatergruppe mitzuwirken, zögerte Henning Mankell nicht lange und schon im Folgejahr leitete er eine 70köpfige Gruppe des Teatro Avenida. Seitdem bezeichnet er Afrika als seine Zweitheimat und pendelt im Jahr immer zwischen Sand und Schnee, wie Henning Mankell selbst sagt. Neben seiner Kriminalromanreihe um Kurt Wallander, die alle in den 90er Jahren entstanden, beschäftigt er sich in seinen weiteren Romanen vor allem viel mit Problematiken des afrikanischen Kontinents, aber auch Kinder- und Jugendbücher zählen zu seinem Genre. Junge schwedische und afrikanische Autoren finden bei dem von Henning Mankell gegründeten Verlag "Leopard förlag" ein Forum und Unterstützung in ihrer Arbeit. Henning Mankell gründete dies im Frühjahr 2001. Neben seinem Schreiben oder der Arbeit an Theater oder Fernsehen engagiert sich Henning Mankell darüber hinaus für das Land Afrika und erhielt aus diesem Grund 2009 den Erich-Maria-Remarque Friedenspreis. Für seine Romane erhielt Henning Mankell im Laufe der Jahre viele Ehrungen und Auszeichnungen, wie mehrmals den Schwedischen Krimipreis für seine Wallander Bücher, den Deutschen Jugendliteraturpreis, Corine-Preis wie auch den Astrid Lindgren Preis und die Goldene Feder. Nicht zuletzt zeigt der Erfolg auch die Adaption der Wallander Bücher und weiteren Romanen. Die Motivation, die Henning Mankell in seinen Büchern zum Ausdruck bringen möchte, sind oft politische und gesellschaftliche Themen. Seine Erfahrungen schöpft er teils auch aus eigenen aktiven Engagements gegen Krieg, Apartheid und für Kultur. Henning Mankell beschreibt detailgenau, authentisch, offen, interessant und mit einer Art Spannung die Gier auslöst. Nicht nur Wallander Anhänger sind davon überzeugt.
Henning Mankell lebt inzwischen mit seiner dritten Ehefrau Eva Bergmann, Tochter von Ingmar Bergmann, glücklich abwechselnd in Schweden oder Afrika.

Meinung der Redaktion
Mankell liest man nicht, man trinkt ihn - in einem einzigen gierigen Schluck, ohne abzusetzen, in blinder, weltvergessener Gier.

Wolfgang Butt

Wolfgang Butt zählt zu den bekanntesten literarischen Übersetzern aus dem Schwedischen.

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Kundenrezensionen

  • Eine gute Geschichte mit zuviel Politik Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Influ, am 29.12.2012

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    KLAPPENTEXT:

    In einem kleinen schwedischen Dorf sind achtzehn alte Menschen brutal ermordet worden. Als Richterin Birgitta Roslin erkennt, dass sich Angehörige unter den Opfern befinden und die Polizei eine falsche Spur verfolgt, beginnt sie selbst zu ermitteln. Ihre Spur führt sie bis nach China – und tief in die eigene Vergangenheit.



    REZENSION:

    Birgitta Roslin ist in den besten Jahren, sie ist eine erfolgreiche Richterin, hat vier gut geratene Kinder, in ihrer Ehe mit Staffan kriselt es allerdings seid einem Jahr ziemlich. Doch Birgittas Leben wird schnell auf den Kopf gestellt als in Hesjövallen – einem 23 Seelen Dorf im nirgendwo plötzlich 18 Menschen aus bestialische Art über Nacht ermordet werden. Nur 3 Personen überleben das Nächtliche Massaker und keiner von ihnen ist irgendetwas aufgefallen. Noch am Abend zuvor sei alles normal gewesen. Birgitta welche durch die Medien von der Tat erfährt bemerkt das unter den Opfern die Pflegeeltern ihrer Mutter sind und beschließt ihre derzeitige Krankschreibung dazu zu nutzen zum Ort des geschehens zu fahren um sich selbst ein Bild von dem Tod ihrer Verwandschaft und den Ermittlungen zu machen. Dabei begibt sie sich auf eine Reise tief in die Vergangenheit der Familie Andren welche vor über 150 Jahren beim Eisenbahnbau in Amerika mitgewirkt hat und findet dort den Grund für das Massaker. Doch gerät sie durch ihre eigenen Nachforschungen auch ins Visier des rachsüchtigen Ya Rus.



    FAZIT:

    Der Chinese ist für mich eine Persönliche Berg und Talfahrt gewesen. Das Buch fängt eigentlich sehr gut an und die Geschichte an sich ist auch durchaus Spannend und interessant. Aber es ist auch ein sehr politisches Buch. Es befasst sich sehr eingehend mit der chinesischen Politik von der ich persönlich überhaupt keine Ahnung habe und die mich in einem Krimi nicht wirklich interessiert und ehr langweilte. Man hätte das Buch daher auch problemlos um die Hälfte kürzen können ohne was von der eigentlichen Geschichte zu verlieren… für mich daher leider nur ein zwei Sterne Buch.

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  • Der beste Krimi von Mankell Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 12.06.2011

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    So spannend fand ich noch keinen der Mankell-Krimis! Ein ausgezeichnetes Buch. In der Mitte folgt ein langer Geschichtsrückblick, man sollte also interessiert sein an geschichtlichen Zusammenhängen.
    Genial geschrieben entführt Mankell seine Leser(innen) hinweg über Kontinente von Skandinavien nach China und schließlich hinein ins Herzen Großbritanniens: nach London. Ein Mankell, den man gelesen haben muss.

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  • Mein 1.Buch von Mankell Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Wolfgang B., am 27.02.2011

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    Der Chinese hat mich total gefesselt.Es ist allerdings kein 08 / 15 Thriller,sondern man muss auch großes Interesse an der Geschichte und Politik Chinas haben.Da dies bei mir der Fall ist finde ich das Buch genial.Werde weitere Bücher des Autors lesen!

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  • Rotes Band Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Michaela Salzmann, am 16.01.2011

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    Die Bewohner eines kleines schwedischen Dorfes werden auf brutale Weise ermordet.
    Neunzehn Tote, achtzehn alte Menschen und ein Kind. Die Polizei tappt im Dunkeln, wieso wurden auf einen Schlag so viele Leben beendet? Die Richterin Brigitta Roslin beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, ohne zu ahnen wohin ihre Nachforschungen sie führen werden . . .

    Die spannende Geschichte spielt in der Gegenwart und springt in manchen Kapiteln zurück in frühere Epochen. Vorallem die Erlebnisse im alten China fand ich sehr interessant zu lesen. Auch wenn mir persönlich die Wallander-Serie besser gefällt als dieser Einzelband, ist das Buch auf jeden Fall empfehlenswert.

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  • Mankell ohne Wallander Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Johanna Richter, am 21.11.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wieder einen Mankell Krimi aus guter Qualität, es geht auch sehr gut ohne Wallander!
    Spannung, Zeitgeschehen, Politik, Tagesprobleme: alles da gut verknüpft und zu einem wirklich guten Krimi geschrieben!

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  • Mördersuche in Chinas Vergangenheit Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Uli Geißler, am 03.11.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das Grauen beginnt mit der nicht nachvollziehbaren Hinrichtung aller Bewohnerinnen und Bewohner in ihren Häusern eines ohnehin schon merkwürdig einsamen, fast Menschenleeren Dorf in Norwegen. Nur ein junges Paar und eine ältere Frau überleben das geplante Massaker.

    Als die Richterin Birgitta Roslin davon erfährt, kommt ihr eine vergessene Verbindung von sich zu dem Dorf in den Sinn. Ihre Mutter wuchs als Waise in dem Dorf auf. Sie fährt hin und entdeckt alte Briefe und nicht so ganz passende Verstrickungen eines Mannes in Unterdrückungsvorgänge in China beim Eisenbahnbau im 19. Jahrhundert. Und es gibt Aufzeichnungen eines unter der Ausbeutung leidenden Arbeiters, der seinen späteren Arbeitgeber erschlägt und dessen Sohn einer der Mitgründer der Kommunistischen Partei wird.

    Ist allein das schon verworren genug, kommt noch der Großmogul und Multimillionär Ya Ru ins Spiel, seines Zeichens Parteifunktionär, der irgendwie Rache an den Verbrechen seiner Vorfahren üben will. Birgitte war Mitglied der KP in Schweden, was jedoch nur wenig zum Verständnis der Geschehnisse beiträgt, wie so Vieles in dem fast schon als „Flickwerk“ unterschiedlicher Themen- und Erzähl-Fragmente daher kommt. Ein auf langen Seiten immer wieder thematisiertes Rotes Band dient ebenfalls in keiner Weise dem „Roten Faden“ des Romans.

    Nun gut, auch die individuellen Eheprobleme der Richterin, die neben der in dem anfangs erwähnten Kriminalfall ermittelnden Kommissarin Vivi Sundberg auf Spurensuche in ihrer eigenen Vergangenheit nur die Anderer zu entdecken scheint, sind meiner Ansicht nach lediglich ein Versuch, etwas Verständliches in das labyrinthischer Geschehen einzuflechten. Das möglicherweise eigentliche Anliegen Mankells, dass Afrika im alten Stil der Kolonisation von China vereinnahmt werden könnte, kommt letztlich zu wenig oder zu unklar daher. Man findet einfach keinen Zugang zu dem Roman und weiß oft nicht, was man eigentlich liest: einen Aufruf zu politischen Interaktion, einen psychologischen Thriller oder ein melancholisches Familiendrama.

    Das Buch wirkt extrem verkrampft konstruiert und entstammt möglicherweise gar nicht aus Mankells Feder, denn es ist kaum zu glauben, dass er diese Geschichte in dieser Form erdacht und so zu Papier gebracht hat. Schade, denn der Einstieg ließ eine außergewöhnlich spannende Geschichte erwarten, doch die Luft wurde dann schließlich einfach zu heiß und verpuffte ungenutzt.

    © 11/2010 Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.

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  • Überraschungsei Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 16.10.2010

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    Das Buch umfasst nicht nur drei Teile, sondern tatsächlich drei Bücher: ein Schwedisches, ein Amerikanisches und ein Chinesisches.

    Das erste Buch erzählt die Geschichte des Verbrechens und macht mit den Beteiligten bekannt. Das zweite Buch erzählt eine spannende Geschichte aus einer längst vergangenen Zeit, die ursächlich für die Geschehnisse in der Zukunft ist. Und das dritte Buch versucht alles unter einen Hut zu bringen.

    Für mich war das zweite Buch am spannensten und am besten erzählt. Dieser Teil hätte gerne noch länger sein können. Der erste Teil war auch o.k., beim dritten Teil hatte man ein wenig das Gefühl der Autor möchte die Geschichte jetzt unbedingt zu Ende bringen.

    Insgesamt war das Buch nicht schlecht und überwiegend spannend. Einige Details bleiben ungeklärt und lassen damit Raum für eigene Spekulationen.

    Alles in allem gibt das Buch einen guten Grund auch den nächsten Mankell zu lesen. Es muss ja nicht immer Wallander sein!

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  • Für Krimifans nicht wirklich interessant! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 04.10.2010

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    Also ich habe mich durch dieses Buch gequält und war am Ende schon sehr enttäuscht. Auch wenn politische Hintergründe Chinas, sozialistische Gedankengänge und Maoistische Volkserziehung sehr interessant sein können, war es nicht das was ich mir gewünscht hätte. Über lange Strecken finde ich den Roman eher zum Gähnen, obwohl der Anfang wirklich spannend war. Die Geschichte verflacht nach und nach und man möchte sich einbilden auf einen Höhepunkt hin zu lesen, dem ist aber nicht so. Nach 3/4 des Buches laß ich eigentlich nur noch um es zu Ende zu bringen. Schade!! Desweiteren finde ich den Charakter von Birgita nicht wirklich gelungen, eine schwedische Richterin, die es tagtäglich bei Gericht mit Schwerverbrechern zu tun hat, sich aber von einem überneugierigem Journalisten viel zu einfach aus der Fassung bringen lässt. Sie stellt eine menge naiver Fragen während ihrem Aufenthalt in Peking und irgendwie fällt es mir schwer ihre Reife, ihren Berufe und ihren Umgang mit diesem Fall plausibel in einen Charakter zu vereinen. Klar könnte man sagen, dass es eine außergewöhnliche Situation ist aber das wäre mir irgendwie zu einfach. Wäre Sie 29 und Jurastudentin könnte ich Ihre Unerfahrenheit und fehlende Coolness verstehen. So aber ist Sie in meinen Augen nicht wirklich gut getroffen, der Charakter nicht wirklich rund.

    Fazit: Zu viele Handlungsstränge, zu viele Konflikte, zu wenig Spannung. Meiner Meinung nach, für Krimiliebhaber Zeitverschwendung!

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  • Für Mankell Fans Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Doris Krischer, am 16.09.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der wehleidige Wallander wurde durch eine tatkräftige Richterin ersetzt, die aus familiärer und persönlicher Betroffenheit dem Fall auf den Grund geht. Schutzlos folgt sie einem Mörder, der die Bewohner eines ganzen Dorfes in Schweden niedergemetzelt hat, bis nach China. Wie soll man das nennen, todesmutig, naiv oder unglaubwürdig ?
    Ebenso verhällt es sich mit dem Motiv des Mörders. Das ist, wie in allen Mankell Krimis sehr gewollt. Den Ausflug in die Geschichte des amerikanischen Eisenbahnbaus fand ich interessant, wengleich der Handlungsstrang des Krimis ein wenig beeinträchtigt wird.
    Fazit: Mankell Anhänger werden ihre Freude haben, Mankell Skeptiker finden sich auch bestätigt.

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  • Krimi mit Exkurs nach China Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von J.G., am 06.09.2010

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    Der Krimi beginnt damit, dass 18 alte Menschen und ein kleiner Junge in einem kleinen Dorf in Schweden brutal ermordet aufgefunden werden. Die Richterin Birgitta Roslin findet heraus, dass sich unter den Opfern die Adoptiveltern ihrer Mutter befinden. Als die Polizei eine falsche Spur verfolgt, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln. Sie findet heraus, dass in Nevada eine ähnliche Tat an Verwandten begangen worden ist. Anhand eines roten Bandes, welches am Tatort gefunden wird, kommt sie darauf, dass ein Chinese hinter den Morden stecken muss.
    Zwischenzeitlich wird in das Jahr 1869 nach China gesprungen und die Geschichte um San und seine Brüder erzählt, welche nach Amerika verschleppt werden, um als Sklaven beim Bahnbau zu arbeiten. San, der einzige überlebende Bruder kehrt unter abenteuerlichen Umständen über London nach China zurück und schreibt seine Geschichte auf und beschreibt dort besonders den brutalen blonden Vorarbeiter JA, der aus Nordeuropa kommt. In diesem Zuge lernen wir auch den Nachfahren von San und damit Auftraggeber Ya Ru und seine Schwester Hong kennen
    Zurück in der Gegenwart fährt Birgitta Roslin mit ihrer Freundin nach Peking und gerät unter scharfer Beobachtung. Birgitta Roslin ahnt gar nicht wie nah sie dem Auftraggeber gekommen ist, sie lernt ohne ihr Wissen Hong kennen und erzählt ihr von ihren Vermutungen.

    Einige Schwächen hat der Krimi leider: Zum einen empfand ich es als unglaubwürdig und zu konstruiert, dass Roslin ausgerechnet nach Peking fährt und zum anderen auch noch die Schwester des Auftraggebers trifft und ihr absolut naiv von ihrem Verdacht erzählt. Des Weiteren frage ich mich, welche Rolle der Tod des kleinen Jungen hat. Ich hatte hier auf eine Auflösung bzw. Erklärung gewartet.

    Mankell hat hier einen Krimi mit geschichtlichen und politischen Hintergründen geschaffen. Wir erhalten einen Einblick in die Geschichte Chinas zu Zeiten Maos sowie die politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten in der heutigen Zeit. So mag ich Mankell: Absolut kritisch gegenüber Gesellschaft und Politik.

    Fazit: Wer einen reinen Krimi (wie die Wallander-Krimis) lesen will, für den ist „Der Chinese“ vielleicht nicht das Richtige, denn der Krimi selbst gerät ein bisschen in den Hintergrund. Wer aber eine Mischung aus Krimi und der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung Chinas einschließlich der Expansionsgedanken Richtung Afrika, kritisch dargestellt, lesen möchte, wünsche ich viel Freude an diesem Buch.

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  • Späte Rache und politische Interessen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Michael Lehmann-Pape, am 01.09.2010

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    Es beginnt, wie so manch bekannter Wallander, mit einem unerklärlichen und grausamen Kriminalfall. 18 Bewohner eines kleinen Dorfes in der Einöde Schwedens sind auf grausame Art und Weise getötet worden. Alle Spuren und Vermutungen des herbeieilenden Ermittlerteams laufen ins Nichts, nur eines steht fest: von den 21 Bewohnern des Dorfes sind 18 ermordet worden und alle Toten waren zumindest weitläufig miteinander verwandt. Jene 3 Bewohner, die keine verwandtschaftlichen Beziehungen zum Rest des Dorfes hatten, überlebten.

    Aus privatem Interesse recherchiert die, sich in einer privaten und gesundheitlichen Krise befindliche, Richterin Roslin auf eigene Faust in diesem Fall. Sie fühlt sich durch Bilder des Ortes an ihre eigene Familie erinnert und will klären, ob auch sie mit den ermordeten Dorfbewohnern etwa auf die ein- oder andere Weise verwandt sein könnte.
    Eine Recherche, die auf weit verzweigte, absonderliche Wege führt.

    So stellt sie fest, dass ein ähnliches Verbrechen in einem Dorf in Nevada, Amerika, stattgefunden hat. Auch dort traf es miteinander verwandte Menschen. Just Verwandte jener Familie aus dem kleinen Dorf in Nordschweden, denn einer der Bewohner war nach Amerika ausgewandert und hatte dort bei der Vermessung des Landes zum Bau der Eisenbahn mitgearbeitet.

    Sollte hinter all den grausamen Verbrechen eine lang zurückliegende Familienfehde zugrunde liegen?

    Ganz falsch liegt Richterin Brigitta Roslin mit ihrer Vermutung nicht, aber im Verlauf des Buches wird doch deutlich, dass sie in eine ganz andere Form von Verschwörung hineingerät. Das Bild eines Chinesen, dass sie unter den Hinterlassenschaften eines der schwedischen Dorfbewohner findet, führt sie nach Peking, Dort entfaltet sich, neben einer alten, familiären Rache, eine weitverzweigte und geheime politische Überlegung, mit der die einflussreiche Machthaber in China der zunehmend schwierigeren Führung des eigenen Volkes zu begegnen denken.

    Leider tritt der mitreißend und spannend zu Grunde liegende Beginn in Krimi-Manier durch diese Wendung der Entfaltung der Geschichte mehr und mehr in den Hintergrund, die Lösung des reinen Kriminalfalles wirkt so doch reichlich konstruiert und wie nebensächlich im Buch platziert, auch wenn Mankell diese Lösung in den imperialistischen Kontext zu stellen versteht.
    Die Wendung im Buch hin zum Genre des Polit-Thrillers allerdings leider demgegenüber an einer mangelnden Glaubwürdigkeit des verschwörerischen Vorhabens, so dass im Gesamten das Buch mehr und mehr in eine Form der Schwebe gelangt, die hier und da durchaus unbefriedigt lässt. Eine Schwebe und leichte Verwirrung, die auch mit den vielfachen Handlungssträngen und auftretenden Personen zusammenhängt.

    Andererseits versteht Mankell natürlich erwiesenermaßen sein schriftstellerisches Handwerk. Die Personen sind gründlich und detailreich gezeichnet, die Emotionen hervorragend nachvollziehbar und die Geschichte selber auf allen Ebenen, abgesehen von den Voraussetzungen, in sich logisch, von außen betrachtet aber hier und da zu weit hergeholt.

    Kein Buch also für eingefleischte Wallander-Fans, durchaus aber interessant im Blick auf eine mögliche Gefahr chinesischer Ausbreitungsinteressen.in Richtung Afrika und auf die Hintergründe der gegeneinander stehenden politischen Linien im China der Gegenwart und der jüngeren Vergangenheit. (rezensions-seite)

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  • Spannender Anfang.... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 08.08.2010

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Zu Beginn des neuen Mankell Romans wird man gefesselt: Wieso werden in Schweden 18 Menschen umgebracht? Eine Richterin, deren Familie betroffen ist, fängt an zu recherchieren und entdeckt Schreckliches...
    Doch dann folgt ein Bruch: die Geschichte wird unterbrochen und man erfährt wie Chinesen im frühen Amerika als Sklaven zur Eisenbahnarbeit herangezogen wurden (Sklaverei, Ausbeutung, Umgang beim Eisenbahnbau etc.)
    Wer es mag sich in Geschichte zu verlieren findet dann hier genau das was er sucht. Wer allerdings einen Thriller erwartet muss sich erst einmal durch den langweiligen Geschichtsunterricht quälen, bevor es dann dem Ende zu geht.

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  • Mord über Grenzen Hinweg! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Saidjah Hauck, am 23.07.2010

    5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wieso werden in Schweden 18 Menschen umgebracht? Eine Richterin, deren Familie betroffen ist, fängt an zu recherchieren und entdeckt schreckliches.
    Für mich besser als die Wallander-Krimis.
    Mankell erschafft hier einen extrem politischen Krimi mit philisophischen Einschüben der noch lange nachwirkt und vieles über China, aber auch Amerika und Schweden preisgibt. Sehr empfehlenswert, unbedingt lesen!

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