Mundtot!?
Leseprobe

Mundtot!?

Wie ich lernte, meine Stimme zu erheben - eine sterbenskranke junge Frau erzählt

von Maria Langstroff

Buch

Taschenbuch (248 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Im Jahr 2006 kommt Maria Langstroff in den Rollstuhl. Grund ist eine seltene Muskelkrankheit, die lange nicht diagnostiziert werden kann und so rapide verläuft, dass sie heute fast am ganzen Körper gelähmt ist. Trotz dieses Schicksalsschlags, der die Zukunftspläne der engagierten Studentin zunichte zu machen droht, versucht sie, ihre Ziele zu verfolgen und weiter aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Dabei wird Maria Langstroff immer wieder mit Behindertenfeindlichkeit konfrontiert, ob es sich nun um handgreifliche und verbale Angriffe auf der Straße handelt oder um Diskriminierungen im Krankenhaus, wo man sie wie eine Unmündige behandelt. Während sie vorerst geschockt und depressiv auf diese Erfahrungen reagiert, entwickelt sie nach und nach eine beeindruckende Stärke und lernt, sich gegen Diskriminierung zu wehren und ihre Stimme zu erheben. Maria Langstroffs Buch »Mundtot!?« erzählt die berührende per- sönliche Geschichte einer mutigen jungen Frau, die vor allem aufrütteln will. Zugleich ist es ein Zeichen der Solidarität, da es für all jene spricht, die keine Stimme (mehr) haben.


Produktdetails

Verkaufsrang: 48.538
ISBN-10: 3-86265-154-1
EAN: 9783862651542
Erschienen: 15.05.2012
Verlag: Schwarzkopf + Schwarzkopf
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 248
Länge/Breite: 191mm/126mm
Gewicht: 275 g
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Maria Langstroff

1986 als jüngstes Geschwisterkind in Schwalmstadt, Hessen, geboren, studiert Maria Langstroff Anglistik, Germanistik und Pädagogik für das Lehramt an Gymnasien in Marburg sowie Psychologie. Seit 2006 ist sie auf den Rollstuhl angewiesen, wobei ihre eigentliche Erkrankung, eine sehr seltene, unheilbare Muskelkrankheit, erst vier Jahre später entdeckt wurde. Inzwischen ist Maria Langstroff fast vollständig gelähmt und lebt in einem Pflegeheim in Gießen.

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Kundenrezensionen

  • Authentische Eindrücke einer Betroffenen!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Walter M., am 09.02.2013

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    Dieses Buch vermittelt reale Erlebnisse einer unheilbar kranken jungen Frau, welche mich beschämt zurücklassen. Kaum vorstellbar ist für meinereins, dass Menschen mit Beeinträchtigungen auf derlei Rücksichtslosigkeit / Selbstgefälligkeit / Diskriminierung oder auch Unmenschlichkeit im Umgang miteinander stoßen. Dabei wäre es gar nicht so schwer, sich auszumalen, dass dieses Verhalten genau jenes ist, das einen selber in einer vergleichbaren Lage / einer vergleichbaren Situation die Lebensumstände unnötig erschwert.
    Allergrößten Respekt der Autorin, Fr. Langstroff, vor Ihrem Lebenswillen, ihrer Energie und Kraft, die Sie das alles auf Ihre bewundernswerte Art haben bewältigen lassen!!

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    von Katharina Wacker, am 31.10.2012

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    Es ist ein hartes Schicksal, das Maria Langstroff mit uns teilt:
    Ehemals begeisterte Leichtathletin, wird mit Anfang zwanzig eine unheilbare Muskelerkrankung bei ihr diagnostiziert, die nach und nach von ihrem Körper besitzergreift.
    Heute ist sie ein Pflegefall.
    Doch Langstroff zeigt uns nicht nur den schweren Weg ihrer Krankheit, sondern auch die Anfeindungen und Vorurteile, mit denen sie zu kämpfen hat, seit sie auf einen Rollstuhl angewiesen ist.

    Naiverweise hätte ich niemals geglaubt, dass manche Menschen derart herzlos und grausam reagieren können, wenn es um das Thema Behinderungen geht. Oftmals war ich beim Lesen regelrecht entsetzt und hätte den Betroffenen gerne zur Rede gestellt.
    Hut ab vor Maria Langstroff und allem, was sie erduldet, ertragen und vorallem auch erreicht hat!

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  • Mundtot!? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sabrina Hermes, am 22.07.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Mit diesem Buch möchte Maria Langstroff sich Gehör verschaffen. Nachdem Sie mit Anfang 20 auf den Rollstuhl angewiesen ist und in den letzten Jahren unzählige Demütigungen erlebt hat, möchte Sie nun Ihre Erfahrungen teilen. Zum einen anderen Betroffenen Mut machen, sich nicht unterkriegen zu lassen; zum anderen die Augen zu öffnen, was tagtäglich geschieht. Dabei möchte sie nicht verallgemeinern, sondern Ihre persönlichen Erfahrungen teilen.

    Ein fesselnder Bericht, der sicher und hoffentlich noch viele Leser berühren und beschäftigen wird.

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  • Erschütternder Erfahrungsbericht Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Johanna Görlitz, am 16.06.2012

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Irgendetwas an diesem Buch hat mich sofort angesprochen, und innerhalb von zwei Abenden hatte ich es durch. Und zwischen den Buchdeckeln ein gefühlsmäßiges Wechselbad: Von Betroffenheit über Traurigkeit bis hin zu Empörung und Wut war alles dabei. Kein mitfühlender Mensch würde für möglich halten, wie "behindertenfeindlich" unsere Gesellschaft tatsächlich ist, und dies sind "nur" die Erfahrungen einer Person: einer sehr tapferen, sympathischen jungen Frau, die seit Anfang 20 aufgrund einer Muskelkrankheit auf den Rollstuhl angewiesen und mittlerweile bettlägerig ist. Ihr Bericht hat mich tief beeindruckt, ist sehr flüssig und schonungslos zu lesen. Natürlich werden sich viele Menschen mit einem ähnlichen Schicksal davon angesprochen fühlen, aber ich hoffe auf viele "gesunde" Leser, die zum Nachdenken angeregt werden. Oder Sie nehmen sich gleich vor, "Behinderte" nur noch so zu behandeln, wie Sie selbst gern von Ihren Mitmenschen behandelt werden würden. Etwas mehr Respekt und Mitgefühl, dann sieht die Welt gleich schöner aus...

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"′Hallo erst mal′, begrüßten die Jungs, die mich im Krankenwagen transportiert hatten, die Schwestern , ′wir bringen euch eine junge Patientin ... Frau Langstroff.′ - ′Wisst ihr etwas über die Person?′ - ′Tetraplegie, benötigt Sauerstoff, Ernährung über PEG-Sonde, muskelkra...′, informierte der dunkelhaarige Sanitäter gerade, als ihn eine Schwester die Augen verdrehend unterbrach. ′Oah nee, wir haben genug Arbeit. Nehmt sie mit′, sagte sie und es klang nicht danach, als scherzte sie. Ein paar Wimpernschläge später trat ebenjene auf mich zu, musterte mich mit durchdringenden Blicken, um sich dann doch den Sanitätern zuzudrehen und ihnen Bescheid zu geben, dass ein Bett geholt werde, in welches ich mich legen sollte. Eine Anweisung, die sie eigentlich an mich richten wollte, schaute sie mich doch kurz an.Wieder meldete sich der Dunkelhaarige zu Wort: ′Wir benötigen ein Rollbrett oder müssen sie herüberheben. Sie kann es nicht allein und bis auf den rechten Arm und Kopf ist alles gelähmt.′ - ′Ganz großes Kino. Wie toll! Kann die überhaupt irgendetwas?′"Maria Langstroff

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