Krieg der Sänger

Roman

von Robert Löhr

Buch

gebunden (320 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Auf der Wartburg versammeln sich an den Weihnachtstagen 1206 die sechs bedeutendsten Dichter deutscher Zunge. Was als friedlicher Sängergipfel in Zeiten des Bürgerkriegs geplant war, artet aus in gegenseitige Provokationen und Streitereien - und endet mit dem Vorhaben, einen Wettstreit auf Leben und Tod durchzuführen: Wolfram von Eschenbachs Parzival gegen das Nibelungenlied Heinrichs von Ofterdingen und die Minnelieder Walthers von der Vogelweide. Aber es ist ein Spiel mit gezinkten Karten: Absprachen werden getroffen, Intrigen geschmiedet, Menschen verschwinden auf unerklärliche Weise von der verschneiten Burg. Ausgerechnet der jüngste und unbegabteste der Sänger nimmt es auf sich, Licht ins Dunkel zu bringen. Denn auch er muss entscheiden, auf wessen Seite er sich schlägt in diesem Krieg der Sänger.


Produktdetails

Verkaufsrang: 27.325
ISBN-10: 3-492-05451-X
EAN: 9783492054515
Erschienen: 08.03.2012
Verlag: Piper
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 320
Gewicht: 462 g
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Robert Löhr

Robert Löhr, geboren 1973, war Journalist, bis er sich dem fiktionalen Schreiben zuwandte. Inzwischen hat er zahlreiche Drehbücher für Film und Fernsehen sowie Bühnenstücke verfaßt. Er lebt in Berlin und arbeitet neben dem Schreiben als Regisseur, Schauspieler und Puppenspieler. »Der Schachautomat« ist sein erster Roman und wurde bereits in zwanzig Länder verkauft.

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Kundenrezensionen

  • Einer soll gewinnen und einer alles verlieren Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Michael Lehmann-Pape, am 29.05.2012

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    Zu Anfang bereits geht es hoch her auf der Wartburg, auf der sich die bekanntesten und größten Lieddichter ihrer Zeit einfinden sollen zu einem „Sängerkrieg“. Noch ist es nur so, dass ein unschuldiges Pferd getötet wird (nachdem ein Finger verloren ging). Und auch wenn das nur eine kleine Nebenhandlung des Buches ist, auch wenn die arme Stute für gar nichts konnte, die Atmosphäre des Buches, die Rauhbeinigkeit, die Unbeherrschtheit der „Herren“ jener Zeit fängt Robert Löhr in dieser kleinen Szene bereits sehr gut ein. Und setzt mit diesem Geschehen auch eine „Duftnote“ für den zu erwartenden Umgang der „hohen Herren“ untereinander auf der Wartburg.

    Denn es wird bei weitem nicht bei einem toten Pferd bleiben, auch der ein oder andere Mensch wird sein Leben aushauchen in diesen „Tagen des Gesangs“

    Wie auch im weiteren beileibe kein einfacher, ästhetischer und von „Kollegialität“ geprägter „edler Wettstreit“ unter Sangesfürsten ausgetragen wird im Heim des Herren zu Thüringen im Jahre des Herren 1206.

    Wolfram von Eschenbach, Dichter des Parzivals, Walther von der Vogelweide, Lobsänger des Fürsten, Heinrich von Ofterdingen, Dichter des Nibelungenliedes und ansonsten Spötter und Freigeist, Heinrich von Weißensee, der alte, blinde Reinmar und Biterolf, eher als „Nachwuchssänger“ zu bezeichnen finden sich auf der Wartburg ein. Gerufen vom Fürsten. Und der, der den „Sängerkrieg“ verliert, der soll zu dem auch sein Leben verlieren. Ein wahrlich motivierender „Preis“ für die Dichter und Sänger.

    Die sich misstrauisch beäugen, ihre Animositäten einander gegenüber pflegen und bald schon verdeutlichen, dass hier noch mit ganz anderen Bandagen als mit denen der Laute gekämpft und agiert werden wird.

    Temporeich und sachkundig erzählt Robert Löhr, gibt seinen Figuren „Fleisch und Blut“ und setzt den (wenigen) bekannten Fakten über die Personen der großen Dichter und Sänger authentisch wirkendes und in sich schlüssige fiktionales Material zur Seite. Die Verhältnisse jener Zeit, die Auseinandersetzungen um die deutsche Krone, in denen sich der Thüringer Fürst fast aufgerieben hat geben zudem einen weiteren Rahmen dieses überzeugendes Romans ab.

    Wenn auch die Spannungskurve nicht immer gleichermaßen hoch gehalten wird, einige Längen im mittleren Teil des Buches und damit ein wenig Leerlauf zu bemerken sind,
    fundiert im Wissen um die Zeit, überzeugend in den Personen und deren Haltungen und Beweggründe, mit einer kleinen, aber feinen Rahmenhandlung, in der Martin Luther eine tragende Rolle einige hundert Jahre nach dem Sängerstreit spielt, gelingt Robert Löhr ein sehr unterhaltsamer und angenehm zu lesender historischer Roman über ein anderes Ereignis des Mittelalters als die sattsam bekannten kriegerischen Heldenfiguren anderer Romane.

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  • guter Anfang Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 16.05.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Gereizt hatte mich der vortrefflich geschriebene Beginn in der Begegnung Teufel/Luther.
    Aber dann wurde es doch mehr
    zum männlichen ActionThriller
    mit so vielen Gemetzelszenen.
    Kann ich meinen Feundinnen mit Faibel für Mittelalterromane nicht empfehlen.

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  • ...und sie sangen um ihr Leben! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Saidjah Hauck, am 12.05.2012

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    Löhr erzählt hier gekonnt eine nicht so bekannte Episode der Literaturgeschichte. Die große Minnesänger des Mittelalters: von der Vogelweide, Ofterdingen, von Eschenbach und drei Weitere sangen auf der Wartburg um ihr Leben.

    Einige Jahrhunderte später sitzt Luther in seiner Kammer, übersetzt die Bibel und bekommt Besuch vom Teufel der ihn durch diese Geschichte davon abhalten will weiter zu machen.

    Großartig erzählt, abenteuerlich und spannend.
    Ein Muß für alle Literatur- und Geschichtsfans!

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  • Blutiger Sängerstreit Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ute Gantner, am 22.04.2012

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    Man schreibt das Jahr 1206. Auf der Wartburg versammeln sich die bedeutendsten Dichter des deutschsprachigen Raums. Was zunächst als friedlicher Sängergipfel geplant war, wird bald von Provokationen und Streitereien der eitlen Dichter überschattet und endet mit dem Vorhaben, einen Wettstreit auf Leben und Tod durchzuführen. Der schlechteste Dichter und Sänger soll hingerichtet werden. Robert Löhrs neuester Roman ist abermals ein historisches Meisterwerk mit realen berühmten Persönlichkeiten, die Abenteuer erleben, die so nicht in ihren Biografien stehen.

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  • Wie rein deutsch sind diese blutigen Fußstapfen einer Tradition denn Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Gerhard Scheibel, am 04.04.2012

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    Thüringen, Deutschlands politischer und musischer Mittelpunkt, im Dezember 1206: Auf der Wartburg findet statt ein rühmliches Spektakel, ein niederträchtiger Sängerstreit ohnegleichen - auf den Verlierer wartet das Schwert des Scharfrichters aus Eisenach. Aber nach dem Schiedsspruch geht das Hauen und Stechen erst richtig los, dass man an der Menschheit verzweifeln könnte. Die Nibelungen lassen grüßen. Es ist zum Die-Bibel-ins-Feuer-werfen. Da kann nur noch eine aufrechte, tollkühne Rebellion helfen.

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  • Auf Löhr ist Verlass Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sarah Aksamit, am 03.04.2012

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    Jeder seiner Romane ist ein Kleinod an Unterhaltung, Sachverstand und Humor. Wer geschliffene Dialoge und spannende Handlungen in seinen historischen Romanen liebt, der wird auch hier nicht zu kurz kommen.
    Löhr hat das Talent, große Persönlichkeiten aus der Weltgeschichte durch und durch menschlich zu zeigen.
    Trotz der recht düsteren Grundstimmung wieder ein toller Roman.

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