Je schneller ich gehe, desto kleiner bin ich

Roman

von Kjersti Annesdatter Skomsvold

Buch

gebunden (141 Seiten)

Sprache: Deutsch

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"Ich wünschte, ich könnte den kleinen Rest vom Leben aufsparen, bis ich weiß, was ich damit anfangen soll. Aber das geht nicht, dafür müsste ich mich schon einfrieren, und wir haben nur eines dieser kleinen Gefrierfächer über dem Kühlschrank ..." Mathea Martinsen will ihre verbleibende Lebenszeit gut nutzen - aber wie? Schon die Teilnahme an einer Tombola im Seniorenzentrum misslingt, weil man prompt ihre eigene Jacke verlost. Und ist eine im Garten vergrabene Zeitkapsel mit ihrem Hochzeitskleid und selbstgestrickten Ohrenwärmern das richtige Mittel, ihr Andenken für die Nachwelt zu bewahren? Mit Humor und großer Zärtlichkeit zeichnet der Roman das Bild einer schüchternen alten Dame, die es noch einmal wissen will.


Pressestimmen:

"Ganz selten einmal tauchen sie auf: Debüts von einer großen literarischen Reife, die man nicht erwartet hat. Sprachlich und kompositorisch ein erstaunliches Werk. Offensichtlich geht Kjersti Annesdatter Skomsvold ihr Einfallsreichtum leicht von der Hand. Doch es steckt so viel in diesem Buch - schlichtweg Dichtung auf höchstem Niveau!" (Aftenposten, 3.03.2010)

"Ein glänzendes Debüt!" (NRK, staatliches norwegisches Fernsehen, 15.04. 2010)

"Kjersti Annesdatter Skomsvold schreibt mit großem Einfühlungsvermögen über absurde Schrecken und Hoffnung auf der Zielgeraden des Menschen ... Sie erschafft eine in Sprache, Denken und Handeln entzückende Gestalt." (Dagbladet, 9.07.2010)

"Eine herzzerreißende Tragödie, die einen laut auflachen lässt. Skomsvolds wortkarger Stil ist raffiniert und pointiert und schafft eine starke emotionale Intensität selbst an den einfachsten Stellen. Skomsvold fügt das unglaublich schöne und schmerzliche Empfinden der kleinen Dinge eines Allerweltsalltags in Worte. Man muss schon sehr geschickt sein, so etwas zu schaffen: sich selbst auf ein kleines Büchlein zu begrenzen, räumlich einen Quadratkilometer im Osloer Westen nicht zu verlassen und dennoch klar und deutlich etwas Wichtiges und Wahres über einige der größten Geheimnisse der Welt zu sagen." (Klassekampen, 26.06.2010)

Produktdetails

ISBN-10: 3-455-40094-9
EAN: 9783455400946
Originaltitel: Jo fortere jeg gär, jo mindre er jeg
Erschienen: 16.08.2011
Verlag: Hoffmann und Campe
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 141
Länge/Breite: 212mm/134mm
Gewicht: 259 g
Übersetzer: Ursel Allenstein
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Ursel Allenstein

Ursel Allenstein, 1978 geboren. Studium der Skandinavistik, Germanistik und Anglistik in Frankfurt und Kopenhagen. Sie ist Übersetzerin aus dem Schwedischen und Dänischen. Für die Arbeit an Sara Stridsbergs Roman erhielt sie das Bode-Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds.

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Kundenrezensionen

  • Ins Leben zurückfinden Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Pia Lemberger, am 19.01.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Es kommt eher selten vor dass ich mich dazu hinreißen lasse zu erzählender Literatur zu greifen, in diesem Fall hat mich aber der Klappentext neugierig gemacht. Dieser verrät nämlich ein Detail, das im Buch eigentlich für lange Zeit unentdeckt bleibt. Der Hinweis oder die Tatsache ist aber so relevant – in meinem Fall sogar für die Buchwahl – dass beim Lesen ständig der Hintergedanke eine Rolle spielt, dass doch eigentlich... Macht aber dann eigentlich wieder im Zusammenhang mit dem Text keinen Sinn, vielleicht hat man ja etwas falsch verstanden? Wie geht’s denn da weiter? Also liest man noch ein paar Seiten und noch ein paar und so weiter. Der Spannungsbogen ist groß, doch das Ende ist viel zu nah, dafür wird man am Ende mit der erlösenden Aufklärung belohnt.

    Hoffnungslosigkeit und Tristesse sind die Grundstimmung des Buches, dennoch ist die Geschichte durch Matheas wirre Gedanken und Tätigkeiten an vielen Stellen wirklich ungewollt komisch. Mathea Martinsen wird von so vielen kleinen und unsinnigen Ängsten geplagt, dass ihre größte Angst, nämlich die vor der Einsamkeit, richtiggehend in den Hintergrund gedrängt wird. Ihren Gedanken zu folgen ist gleichermaßen lustig wie traurig und verwirrend wie klar. In jedem Fall ist das Erstlingswerk der Norwegerin Kjersti Skomsvold berührend und herausragend anders und verdient somit auch die Empfehlung eines eingefleischten Krimi- und Fantasyfans.

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  • Je schneller ich gehe, desto kleiner bin ich Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Markus Book, am 01.01.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    "Je schneller ich gehe, desto kleiner bin ich" ist ein brillantes Kleinod von Roman, das begeistert und nachdenklich stimmt. Dabei ist es nicht vorrangig die erzählte Geschichte, die diesen Roman ausmacht. Es sind vielmehr die kleinen, präzise beobachteten Stimmungsbilder und die stillen Momente, die mir als Leser gleichzeitig in Herz und Kopf fuhren, und dort noch lange verweilen werden. Ein kleines, aber doch ganz großes Buch!

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  • Thema Tod Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Doris Oberauer, am 27.10.2011

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    Das Thema Tot behandelt diesen Roman. Mathea verliert ihren Mann und beschrieben wird wie sie damit umgeht. Ich fand diesen Roman traurig und sehr bewegend!

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  • ruhig und mit einem "traurigen" Lächeln geschrieben Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Yvonne Simone Vogl, am 03.10.2011

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    Mathea ist einsam nach dem Tot ihres Mannes Epsilon.
    Die Gedanken an die Vergangenheit beherrschen ihre Welt. Loslassen fällt schwer, alleine sein fällt schwer, auf Menschen zugehen auch.
    Mathea, gefangen in ihren Ängsten, ihrer Unsicherheit, ihrer kleinen Welt.
    Ein Roman über eine menschliche Tragödie, ruhig, bewegend und mit einem "traurigen" Lächeln geschrieben.

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  • Je schneller ich gehe, desto kleiner bin ich! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Vanessa Wiesler, am 27.09.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Mathea fürchtet sich vor dem Tot, aber noch mehr vor dem Leben. Nach dem Tod ihres Mannes möchte sie ihr Leben noch richtig ausnutzen, doch man merkt bald dass sie sich selbst im Weg steht.

    Sie berichtet über ihr Leben und was sie alles erreicht hat. Doch sie muss feststellten das das nicht viel ist. Sie möchte ihre Ängste überwinden und versucht aus sich rauszugehen.

    Eine bewegende Geschichte und eine überraschende Entscheidung die Mathea am Ende für sich trifft.

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  • Besprechungen aus der Skandinavischen Presse lassen mehr erhoffen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Dorothea Rose, am 17.09.2011

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    Ich habe zum Buch eher wegen der vollmundigen Besprechungen gegriffen. Ja es stecken skurile Einfälle drin, bedauerlicherweise konnte ich aber nie eine "alte"Frau dahinter sehen, so jung und unverbraucht wirkt die Hauptperson auf mich.Mein Tipp: Auf das Taschenbuch warten.

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  • Hier begegnen wir Mathea Martinsen aus Oslo, Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Birgitt Schweren-Wolters, am 29.08.2011

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    einer schüchternen, alten Dame, deren Mann gerade gestorben ist. Er war seit der Schulzeit der einzige Dreh- und Angelpunkt in ihrem ruhigen Leben, das sie strickend und auf ihn wartend nur in ihrer Wohnung verbracht hat. Nun muss sie einkaufen gehen und macht sich noch kleiner als sie ist, damit niemand sie anspricht. Wie kann sie alleine weiterleben? Obwohl fast nichts Ungewöhnliches in diesem Roman passiert, ist es überaus spannend und bewegend, mit zu verfolgen, wie ihre Entscheidung am Ende aussieht.

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  • Mathea und ihr abschließender Blick auf die Welt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Maja Günther, am 24.08.2011

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    Mathea erzählt... und nach und nach entblättert sich ihr Leben, bekommt alles eine zeitlche Einordnung. Die alte Dame ist einsam, versucht Anschluß zu finden, über ihre eigenen Unzulänglichkeiten hinwegzuspringen und ihrem geliebten Ehemann nahe zu sein.
    Durch ihren sehr speziellen Blick auf die Welt lässt Mathea einem als Leser die Möglichkeit, sich Gedanken zu machen: wo stehe ich jetzt und wo vielleicht in einigen Jahren, will ich einsam sein, woran will ich mich erinnern können...

    Eine nachdenkliche Lektüre!

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  • Berührendes Portrait einer alten Dame! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Saidjah Hauck, am 23.08.2011

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    Methea Martinsen ist alt und nach dem Tod ihres Mannes alleine. Sie fragt sich ob das Leben für sie entgültig vorbei ist oder vielleicht doch noch was zu bieten hat. Was bleibt nach dem Tod von einem übrig? Durch ihre Gedankengänge wird auch rückblickend ihre Geschichte erzählt. Ein erstaunliches, anrührendes und berührendes debüt.

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